Ärger
Kneipenfenster mit Verkaufspavillon zugestellt

Bild: Thomas Husmann
Schlechte Aussicht: Direkt vor Hartmut Ruthenbergs „Ulenspegel“ war ein Zelt aufgebaut worden.Bild: Thomas Husmann
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Oldenburg Hartmut Ruthenberg ist ein echtes Original. Als Wirt des „Ulenspegels“ in der Burgstraße hat er sich einen Ruf erarbeitet. Am Dienstagabend stieg ihm die Zornesröte ins Gesicht, als er vom Schwimmbadbesuch in seine Kneipe zurückkehrte. Direkt vor seinen Fenstern hatten Arbeiter einen gelb-roten Pavillon aufgebaut, der den Blick ins Freie versperrte.

Auch am Mittwochmorgen stand der Pavillon, aus dem heraus Bowle verkauft werden sollte, noch dort, wo er eigentlich nicht hätte stehen sollen, räumt Stadtfestorganisator Reinke Haar ein. Er ist mit seinem Team von Montag bis Mittwoch unentwegt in der Fußgängerzone unterwegs, um den Aufbau des Stadtfestes zu überwachen.

„An 362 Tagen im Jahr gehört die Fußgängerzone den Anliegern und Geschäftsleuten, an drei Tagen den Stadtfestveranstaltern“, sagt Haar. Das sorgt immer wieder für Reibereien. Mit den Gebühren der Standbetreiber, die Getränke, Essen oder andere Dinge verkaufen, deckt der Stadtfestveranstalter die Kosten, die ihm entstehen – ein sechsstelliger Betrag. Ärzte, Gema-Gebühren oder das Sicherheitspersonal müssen bezahlt werden.

Dass etwas beim Aufbau schief läuft, ist nicht unüblich. „Die Leute kommen nachts, bauen auf und sind morgens wieder verschwunden“, berichtet der Veranstalter. Dann melden sich die Anlieger telefonisch (Telefon   20 50 90) bei ihm und beschweren sich. Oftmals zu unrecht, denn die Stände dürfen laut Haar ausdrücklich auch vor den Schaufenstern stehen. Es sei eben schwer, es allen recht zu machen. Priorität genießen die Rettungsfahrzeuge, die jeden Punkt in der Innenstadt erreichen müssen. Da darf nicht zu eng aufgebaut werden, berichtet Haar.

Hartmut Ruthenberg aus dem „Ulenspegel“ kann übrigens wieder ungehindert aus seiner Kneipe auf die Mottenstraße schauen, der Pavillon wurde noch am Mittwochmorgen wieder abgebaut. Das ist aber eher der Tatsache geschuldet, dass den Bierbuden neben der Ashampoo-Bühne auf dem benachbarten Parkplatz keine Konkurrenz vor die Nase gesetzt werden sollte.

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