OLDENBURG 26 Jahre nicht gesehen und trotzdem wiedererkannt. Der ehemalige Oldenburger Björn Ihle, der heute unter dem Namen Dov Eilon in Jerusalem lebt, feierte dort ein Wiedersehen mit alten israelischen Bekannten. Diese hatte Ihle 1984 das letzte Mal gesehen, als er mit einer Jugendgruppe aus Oldenburg das erste Mal im Rahmen eines Austauschs nach Mateh Asher reiste. Seine Bekannten gehörten damals zur israelischen Partnergruppe.

Zum Hintergrund: Der Anlass für den Jugendaustausch war der Aufbau einer Partnerschaft zwischen dem israelischen Landkreis Mateh Asher und der Stadt Oldenburg. 1983 kamen die Israelis nach Oldenburg, ein Jahr später folgte der Gegenbesuch. „Der Austausch legte quasi den Grundstein für die spätere Partnerschaft zwischen Oldenburg und Mateh Asher“, erzählt der heute 43-jährige Ihle im Gespräch mit der NWZ .

Er nahm damals teil, weil er selbst jüdische Vorfahren hat und sich sehr für das Land interessierte. Nach der Rückkehr suchte er verstärkt Kontakt zur jüdischen Gemeinde und lernte Hebräisch. 1988 entschied er sich, überzusiedeln und sich dort als Einwanderer zu melden. Seit 22 Jahren lebt er schon in Israel. Der Familienvater arbeitet heute dort als Musikausstatter.

Nie hätte Ihle gedacht, dass er die Bekannten vom früheren Austausch jemals wiedersehen würde. Der Zufall führte aber Regie. Vor kurzem traf er zwei Mitglieder aus der israelischen Partnergruppe beim Einkaufen im Supermarkt. „Ich dachte erst, ich guck’ nicht richtig. Aber dann habe ich sie doch wiedererkannt“, freut sich Ihle. Sofort sind die alten Bekannten auf die Idee gekommen, ein Treffen mit den anderen ehemaligen Gruppenmitgliedern zu planen. Die Idee wurde in der Stadt Naharia in die Tat umgesetzt.

„Es war ein tolles Erlebnis, diese Leute nach so langer Zeit wiederzusehen“, sagt Ihle. Stundenlang habe man sich ausgetauscht. Als besonders beschreibt der ehemalige Oldenburger das Treffen mit Yuval Yechieli. Vor 26 Jahren gab es noch Verständigungsschwierigkeiten; da Ihle aber mittlerweile fließend Hebräisch spricht, konnte er sich das erste Mal richtig mit Yechieli unterhalten. Geplant ist, das Treffen schon bald zu wiederholen. Pläne hat Ihle auch für seine Heimatstadt. In den nächsten Wochen möchte er sich an der Hunte mit ehemaligen Mitgliedern der Oldenburger Gruppe treffen.

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