Oldenburg /Châteauroux Zwei Bären für Deutschland hieß es in diesem Sommer erneut bei den Europameisterschaften im Triathlon für die Elite und Junioren sowie im Aquathlon. Kai Sachtleber (44) und Olaf Geserick (48) vom 1. TCO „Die Bären“ nutzte einmal mehr die Chance, sich auf internationaler Ebene zu messen. In der zentral in Frankreich gelegenen Kleinstadt Châteauroux sprangen für die Weltenbummler wiederum Medaillen in ihrer Altersklasse 45 bis 49 heraus.

„Alle Rennen fanden an einem idyllischen See in einem Naherholungsgebiet statt, in dem normalerweise nur ein paar Enten und andere Tiere ihre Kreise ziehen durften“, berichtete Sachtleber, die sich mit ihrem Partner am Vormittag vor dem Aquathlon (1 Kilometer Schwimmen, 5 Kilometer Laufen) noch die von der langen Autofahrt am Vortag steifen Beine auf einer sehr lockeren Radausfahrt ausgeschüttelt hatte.

Zuerst wurde es für Geserick ernst, zehn Minuten später für Sachtleber. „Der Ausrichter hatte sich die Mühe gemacht, in der Wechselzone die Plätze auch für die Altersklassen-Athleten mit Schildern zu kennzeichnen, auf denen die Namen und Nationalflaggen angegeben waren“, freute sich die TCO-Athletin.

Nach der Schwimmrunde ohne Neoprenanzug im 24,3 Grad warmen See kam Geserick nach 14:05 Minuten als Vierter seiner Altersklasse aus dem Wasser und lief nach einem schnellen Wechsel auf der flachen und asphaltierten Strecke die drittbeste AK-45-Zeit (16:50). Mit nur 20 Sekunden Rückstand auf den Briten Glen Hall und 15 auf den Franzosen Nicolas Martin holte er in 31:52 Minuten Bronze.

Für Sachtleber sprang sogar Silber heraus. Sie war schon nach dem Schwimmen Zweite (16:07), musste beim Laufen aber hart um diesen Platz kämpfen. Die TCO-Athletin (Gesamtzeit: 37:11) hielt die Britin Claire Forbes (37:32) aber auf Distanz. Die siegreiche Französin Nathalie Journaux (34:40) war früher Profisportlerin und nun insgesamt sogar zweitschnellste Frau des Rennens.

Nach nur etwa 14 Stunden (Sachtleber: „Eigentlich zu wenig Zeit zum Erholen“) starteten die Bären am nächsten Tag beim Sprint-Triathlon „Grand Prix des Nationes“. Einige internationale Teilnehmer vom Vortag, aber auch sehr viele Sportler aus der Region nahmen daran teil.

Nach 750 Metern im See ging es auf eine 21 Kilometer lange Radstrecke mit Windschattenfreigabe und nur einer sehr leichten Steigung durch die Stadt und das Umland. Der abschließende fünf Kilometer lange Lauf führte diesmal durch das Naherholungsgebiet über geschotterte Spazierwege und zum Teil matschige Wiesen.

Geserick wurde in 1:01:45 Stunden Gesamtsiebter und Zweiter der Masters 1 (Altersklassen 40 bis 55). Sachtleber (1:12:32) gewann bei den Frauen sogar diese Wertungsgruppe, obwohl sie nach Problemen beim Anziehen eines Radschuhs erst keine Radgruppe gefunden und ihr das Laufen vom Vortag noch in den Beinen gesteckt hatte.

„Der Rest des Wochenendes wurde genutzt, um nochmals das schöne Umland mit dem Rennrad zu erkunden, bevor es dann am Montag wieder auf die mehr als 1000 Kilometer lange Heimfahrt ging“, resümierte Sachtleber.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.