Oldenburg /Zeven Aus der Not eine Tugend gemacht hat Leichtathletik-Ass Kathrin Walter (Jahrgang 2000) in den vergangenen Wochen. Weil durch eine Verletzung an ein normales Training im Lauf- und Sprungbereich nicht zu denken war, hat sie sich zuletzt auf den Wurfsektor konzentriert. Beim Pfingstsportfest in Zeven verbesserte sie ihre Bestmarke mit dem Speer gleich um mehr als sechs Meter und stieß in die nationale Spitze vor.

„Ich möchte weiterhin Mehrkampf-Training und auch -Wettkämpfe bestreiten. Das ist momentan nur ein bisschen schwierig, da ich eine Knochenhautentzündung habe“, erklärte Walter und ergänzte: „Ich kann deshalb nur schwer Sprint und Sprung trainieren. Darum haben wir zu Beginn der Saison mehr auf Wurf gesetzt.“

Doppel-Ticket zur DM

Walter, die durch die Verletzung im Mai schon nicht bei den Norddeutschen Mehrkampfmeisterschaften starten konnte, steigerte sich zunächst mit der Kugel und legte jetzt mit dem Speer gewaltig nach. Beides sind Disziplinen innerhalb des Siebenkampfes. Nachdem es im Kugelstoß schrittweise bis auf 14,57 und nun in Zeven auf 14,82 Meter gegangen war, steigerte sie sich mit dem Speer von 40,85 auf 47,03 Meter.

Mit dieser Leistung ist sie jetzt auch in diesem Wettbewerb für die Jugend-DM in Ulm (4. bis 6. August) startberechtigt. Mit einem Wurf von 45,27 Metern und zwei weiteren Leistungen über 42 Meter untermauerte die Oldenburgerin ihre Fortschritte in dieser Disziplin.

Auch Walters Vereinskollegen durften mit ihren Leistungen zufrieden sein. Adham Hess lief den 100-Meter-Vorlauf in 11,35 Sekunden und kam als Fünfter des Männer-C-Endlaufs auf 11,41 Sekunden. Die 200 Meter legte er im Vorlauf in 23,32 Sekunden zurück. U-18-Sprinter Tim Gutzeit erzielte im Vorlauf eine persönliche 200-Meter-Bestzeit (23,85) und lief als Fünfter des B-Endlaufes 24,28 Sek. Jan Gutzeit startete in der U 20 über 100 (Vorlauf: 12,20) und 200 Meter (Vorlauf: 24,76, Endlauf: 24,07).

Belana Hillmann kam in der U 18 im Weitsprung auf 4,82 Meter und eroberte als Dreisprung-Siegerin mit neuer Bestleistung (10,60) einen vorderen Platz in der aktuellen Jahresbestenliste Niedersachsens. Eda Kintz verfehlte über 400 Meter Hürden mit 67,37 Sekunden ihre erst wenige Tage alte Jahresbestleistung (67,18) nur ganz knapp.

Die VfL-Frauen Katharina Vogt (W 30, 2:25,65 Minuten) und Bonnie Andres (U 18, 2:22,58) liefen die 800 Meter. Über 1500 Meter war Vereinskollegin Michelle Kipp nach 5:15,24 Minuten im Ziel. Den Männerwettbewerb beendete Daniel Schwietert (M 40, DSC) nach 4:31,77 Minuten.

„Spezialistinnen ärgern“

„Das hat sehr gut geklappt und mich total gefreut – gute Wurfdisziplinen helfen natürlich auch im Mehrkampf weiter“, lautete derweil Walters Fazit nach dem Sportfest: „In Zukunft werde ich also weiterhin Mehrkampf machen, aber mich im Wurf auch nicht verstecken. Mit meiner Leistung im Speer und Kugel freue ich mich, die Spezialistinnen ein bisschen ärgern zu können.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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