Bürgerfelde /St. Andreasberg Große Jungs haben Spaß am Abenteuer: wandern in der freien Natur, sich unter Männern über die wirklich wichtigen Themen des Lebens austauschen, zünftig grillen, auch mal ein kühles Bierchen genießen. Das alles steht einer Freizeitvolleyball-Gruppe des VfL Oldenburg bevor. Zum 20. Mal absolviert sie ihr „Harz-Höhen-Training“. Mit dabei, bereits zum 18. Mal, ist Jens Krey, Hausmeister beim VfL. Dessen Augen leuchten, wenn er von dem Abenteuer erzählt, das längst auch schon die nächste Generation anzieht.

An diesem Donnerstag wird wieder die VfL-Flagge im Harz gehisst – vor dem Wanderheim Sonnenberg, das dem Harzklub von 1887 (Zweigverein Hannover) gehört und sich in Sonnenberg, einem Ortsteil von St. Andreasberg, befindet. Dort beziehen die 15 Herren im Alter zwischen 40 und 80 Jahren die sieben Zimmer – und das WG-Leben kann beginnen.

Selbstverständlich wurde alles generalstabsmäßig vorbereitet. Jens Kreye hat wieder die Wanderungen ausgearbeitet. Nach Bad Harzburg und Hahnenklee soll es gehen. „Es wird bei uns stramm gewandert“, betont Krey, „durchaus 23 Kilometer.“ Bis vor vier Jahren wurden die Touren von dem Mann geplant, der sie erfunden hatte: Armin Semik, der 2013 verstarb. „Er war Berufsschullehrer und hatte in dieser Funktion im Harz Seminare absolviert“, erzählt Jens Krey. Die Begeisterung Semiks für dieses Mittelgebirge steckte seine Volleyball-Kollegen an. Beim ersten Harz-Höhentraining, an einem verlängerten Wochenende mit einer Wanderung waren es vier Abenteurer, heute vereist die große Gruppe von Donnerstag bis Sonntag und wandert dreimal. Der Brocken (1141 Meter) der Wurmberg (971), das Elendstal, das Bodetal, die Teufelsmauer (317), die Wolfswarte (927), Quedlinburg: Das alles waren schon Ziele der Männer-WG.

„Wir sind eine bunt gemischte Truppe“, sagt Jens Krey und zählt auf: „Arzt, Kaufmann, Polizist und Anwalt“ sind als Berufsgruppen vertreten. Nachwuchssorgen gibt es nicht. „Von einem Teilnehmer wandern mittlerweile die beiden Schwiegersöhne mit“, erzählt der VfLer. Ganz wichtig ist ihm, der das Unternehmen „Harz-Höhen-Training“ auch stets im Film festhält: „Der Spaß steht an diesem Wochenende im Vordergrund.“

Die Vorbereitungen waren am Mittwoch abgeschlossen. Das Orga-Team hatte da noch – wie üblich – die Einkäufe erledigt. Ein kleines Ritual auf der Hinreise macht der Gruppe Geschmack aufs Gemeinschaftsleben. „In Baddeckenstedt legen wir eine Pause ein und essen Bratwurst“, so Krey. Die nächste Wurst wird dann am Wochenende in Sonnenberg auf den Grill gelegt. Dafür ist der „Grillmeister“ zuständig. Der „Salatmanager“ hat andere Qualitäten. Die Aufgaben sind in der Herrenrunde klar verteilt.

Bei einem „Nachtreffen“, wenn sie den Film von Jens Krey vom 20. Harz-Höhen-Training angucken, werden sie in Erinnerungen schwelgen. Das verkürzt die Zeit bis zum „Jade-Tiefentraining“. Dazu treffen sich die großen Jungs stets in Wilhelmshaven.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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