Berlin /Oldenburg Ein Besuch in einer Luxusherberge, jede Menge Döner als Sportlernahrung und so ganz nebenbei noch eine starke Platzierung im Duell der 16 besten Schülerteams aus ganz Deutschland: Die Volleyball-Mannschaft der IGS Flötenteich hat den Trip nach Berlin zum Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO) in vollen Zügen genossen. Mit dem sechsten Rang im Gepäck kehrten Hannes Krochmann, Jelte Johanning, Jonas Seemann, Jesse Poppenga, Hannes Roth, Nico Schwede, Olli Neidhardt und Hannes Rüsse aus der Hauptstadt zurück.

„Dieser sechste Platz ist eine ganz besondere Leistung“, meinte Lehrer Jörg Johanning: „Nicht nur weil wir damit zu den besten deutschen Schulmannschaften im Volleyball zählen, sondern weil auch die Mehrzahl unserer Länderkonkurrenten reine Sportgymnasien sind, die fünf- bis achtmal die Woche Training haben – davon drei- bis viermal in der Schulzeit.“

Nach der Ankunft am Dienstag hatten die Oldenburger reichlich Zeit, um Berlin zu erkunden, nutzten ihr Freiticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel eifrig aus und genehmigten sich den ersten Döner, ehe es zum Landesempfang ging. Nach Showprogramm und Essen in den Ministergärten ließen die IGS-Volleyballer einen geglückten Versuch folgen, in Joggingklamotten ins Nobelhotel „Adlon“ zu kommen.

Beim Turnierstart am nächsten Tag um 14 Uhr ließen die Oldenburger der Auswahl aus Schleswig-Holstein keine Chance (25:13, 25:18). „Dass dies nicht so bleiben würde, war allen klar, als der Volleyballkader aus Schwerin sich zeigte“, meinte Jörg Johanning zum Duell mit dem Team aus Mecklenburg-Vorpommern, das eine Vorentscheidung um den Gruppensieg bringen sollte. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der IGS-Auswahl aber jeweils zum Satzende das nötige Quäntchen Siegesglück fehlte (19:25, 21:25).

Nach der Niederlage gegen eine Kaderschmiede des deutschen Jugendvolleyballs ging es gegen die Bremer um Gruppenplatz zwei. „Sie verlangten uns sehr viel an Kampfeswillen ab. Letzten Endes waren wir aber technisch und spielerisch etwas überlegen“, erklärte Jörg Johanning, dessen Team nach dem 25:17 und 25:15 durch ein fast ebenso klares 25:14 und 25:21 auch im anschließenden Duell mit Rheinland-Pfalz den Sprung ins Viertelfinale schaffte.

Nach dem späten Abendessen im Hotel war Entspannung angesagt, um gegen den starken Gruppenersten aus Leipzig am nächsten Tag bestehen zu können. „Dass die Sachsen als Landesgymnasium für Sport – acht Trainingseinheiten pro Woche – mindestens zwei Nummern zu stark für uns waren, ist leider nur die halbe Wahrheit – zu schwach war unsere Einstellung, um überhaupt mitspielen zu können“, meinte Jörg Johanning zur klaren Niederlage (7:25, 13:25). Der Klatsche ließen seine Spieler aber eine klare Leistungssteigerung gegen Brandenburg folgen. Ohne eine Schwächephase wurde das Team aus Königs Wusterhausen 25:21, 25:20 bezwungen und der Einzug ins Spiel um Platz fünf erkämpft.

„Hier wartete der große Favorit aus Berlin, gespickt mit zukünftigen Jugendnationalspielern, alle mit dem Gardemaß von 1,95 Metern“, meinte Jörg Johanning, dessen Team die Hauptstädter aber kräftig ärgerte (25:21, 25:22). „Ihr Trainer hatte ihnen wohl die zusätzliche elfte oder zwölfte Wocheneinheit angedroht“, meinte Jörg Johanning mit einem Schmunzeln.

Am Freitag feuerten die Oldenburger die Emlichheimerinnen an, die Niedersachsen bei den Mädchen vertraten und knapp in drei Sätzen verloren. Ehe abends der JtfO-Abschlussempfang mit Party in der Max-Schmeling-Halle anstand, ging es auf einen Trip durch die Hauptstadt mit einem Fußballspiel gegen Kiezkicker, einem kurzen
Beachduell gegen „Berlin City Girls“ und dem „Weltbesten Döner von Mustafa’s“ – inklusive 95 Minuten anstehen.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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