OLDENBURG Auf ins nächste Endspiel um den Klassenerhalt: Die Oberliga-Fußballer des VfL Oldenburg sind an diesem Sonnabend (15 Uhr, Weserbergland-Stadion) bei Preußen Hameln gefordert. Während sich die Mannschaft von VfL-Trainer Detlef Blancke in der Rückrunde als aktuell Vorletzter mit Vehemenz gegen den drohenden Gang in die Bezirksoberliga stemmt, geht bei den so ausgezeichnet in die Saison gestarteten Gastgebern inzwischen die Abstiegsangst um.

Zwar rangieren die Preußen zurzeit noch auf dem fünften Tabellenplatz, haben aber bereits als einziges Team 22 Spiele ausgetragen und seit vier Begegnungen nicht mehr gewonnen. Der letzte Heimsieg datiert gar vom 17. Oktober 2009 gegen Nordhorn.

Nicht ohne Grund haben die Platzherren das Duell gegen den VfL Oldenburg auch zum Schlüsselspiel für den weiteren Saisonverlauf erkoren. Nach der 0:3-Schlappe gegen Langenhagen baten sie ihre Zuschauer um Entschuldigung und schenkten ihnen zu der Nachholpartie freien Eintritt. „Nach der schwachen Vorstellung brauchen wir gegen den VfL Oldenburg unbedingt die Unterstützung der Fans“, erläutert Hamelns Mannschaftskapitän Bastian Stellmacher.

Der VfL dagegen befindet sich seit vier Spielen ohne Niederlage (10 Punkte) klar im Aufwind und liebäugelt in der Rattenfängerstadt mit dem zweiten Saisonsieg auf fremdem Platz. „Ein Dreier wäre natürlich optimal, aber wir wollen zumindest nicht verlieren, um unsere kleine Serie auszubauen“, gibt sich Blancke bescheiden – wohl wissend, dass ein Unentschieden im Kampf um das Erreichen der Relegationsplätze neun und zehn (zurzeit fehlen dem VfL dazu sieben Punkte) eigentlich schon zu wenig ist.

„Wir werden offensiver agieren als noch beim 0:0 gegen den VfL Osnabrück II“, kündigt Blancke – auch mit Blick auf die 43 Gegentreffer der Preußen – ein Spielsystem mit zwei Stürmern an. Das funktionierte zuletzt beim 2:1-Heimsieg gegen den SV Bavenstedt bereits sehr gut. Dort mussten sich die Oldenburger nur vorwerfen lassen, dass sie in der ersten Halbzeit aus ihren zum Teil sehr ansehnlich herausgespielten Chancen mal wieder zu wenig Kapital geschlagen haben.

„Am Torabschluss haben wir unter der Woche im Training wieder viel gearbeitet“, berichtet Blancke. Dabei konnte auch der von einer Wadenzerrung wiedergenesene Daniel Kulbatzki voll mitwirken, so dass dem VfL-Trainer eine weitere Alternative für die Offensive zur Verfügung steht. Blancke: „Zunächst einmal gibt es allerdings wenig Gründe, etwas an der Startelf aus der Bavenstedt-Partie zu verändern.“

Auch in Sachen Motivation hat Blancke leichtes Spiel, braucht er seine Schützlinge doch nur an das 1:6-Debakel aus dem Hinspiel zu erinnern. Schon allein dies dürfte Ansporn genug sein, die eigene Mini-Serie auszubauen.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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