OLDENBURG Der VfL Oldenburg hat am sechsten Spieltag erstmals den Beweis der Ligatauglichkeit abgeliefert. Selbstvertrauen, Zweikampfhärte und Einsatzwillen: Alles stimmte am Sonntag gegen den hoch gehandelten, aber enttäuschenden TSV Havelse – nur das Ergebnis aus Oldenburger Sicht nicht. Die Elf von Trainer Detlef Blancke verlor vor 210 Zuschauern sehr unglücklich mit 0:2 (0:0).

„Jungs, darauf können wir aufbauen, das war eine super Leistung“, lobte Blancke seine jungen Spieler, nachdem er sie noch auf dem Spielfeld um sich versammelt hatte. Nur einer war untröstlich: Cassian Klammer. Der 20-Jährige hatte Verantwortung übernommen, war beim Stand von 0:1 in der 89. Minute aber mit einem platziert geschossenen Strafstoß am überragenden TSV-Schlussmann Stefan Demuth gescheitert und hatte damit die große Chance auf den ersten Punktgewinn für das Schlusslicht vergeben.

Doch der Reihe nach: Das spielbestimmende Team der ersten Halbzeit war überraschend der VfL. Der agile Aho Alex Hanno hatte sogar zweimal die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Demuth (6., 7.). In der Defensive machte sich erneut die taktische Variante mit Key Riebau als Libero hinter den Verteidigern Klammer und Wolfgang Lefers bezahlt, die die fast überheblich agierenden Havelser vor erhebliche Probleme stellte. Zudem parierte Torwart Joshua Mellides gegen Rene Ney (20., 22.). Dann lenkte TSV-Keeper Demuth einen Drehschuss von Julian Harings artistisch zur Ecke (29.), ehe Havelses Jan Zimmermann die Latte traf (41.).

Nach dem Wechsel wurden die Gäste etwas stärker und bestraften den ersten Stellungsfehler des VfL durch Ex-Profi Babacar N’Diaye mit dem schmeichelhaften 1:0 (52.). Dann der nächste Schock für die Gastgeber.

Der starke Lefers sah nach einem zu rüden Einsteigen an der Mittellinie die Rote Karte (65.). Doch der VfL ließ in seinem Kampfgeist nicht nach, ging trotz Unterzahl volles Risiko und wäre fast belohnt worden. Nach einer Flanke von Malte Müller flog Yanik Strunkey der Ball an die Hand, und Schiedsrichter Peter Bartsch (Emden) zeigte auf den Punkt. Doch Klammer scheiterte und musste mit ansehen, wie es N’Diaye mit einem an ihm selbst verursachten Foulelfmeter besser machte (90.+3). „Das war unser schlechtestes Saisonspiel“, bilanzierte TSV-Trainer Jürgen Stoffregen: „Das soll die Leistung des VfL aber nicht schmälern, die Jungs haben sich toll reingehängt.“

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