OLDENBURG Kaum haben die Landesliga-Fußballer des VfL Oldenburg ihrem Trainergespann Detlef Blancke und Steffen Janßen den Laufpass gegeben, steht der neue Cheftrainer schon fest: Ulf Kliche, bislang Trainer der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga, wechselt auf die Bank der ersten Mannschaft. Dies teilte VfL-Ausschussmitglied Rainer Bartels am Donnerstagabend mit. Wer Co-Trainer wird, soll in Kürze beschlossen werden. Kliches ehemaligen Posten als Trainer des VfL II übernimmt der vormalige Co-Trainer der Ersten, Steffen Janßen.

„Die Ereignisse überschlagen sich“, sagte der 41-jährige Ulf Kliche, der auf die Anfrage Bartels’ am Donnerstag sofort zugesagt hatte. „Jetzt geht es darum, den Jungs wieder Freude an der täglichen Arbeit auf dem Platz zu machen“, kündigte er an. Er habe ein gutes Vertrauensverhältnis zu den Spielern. Allerdings sagte er auch: „Die Mannschaft hat sich in die Pflicht genommen. Jetzt gibt es kein Alibi mehr.“

Am Dienstag hatten die Kapitäne des VfL-Teams, Nils Frenzel, Lars Möhlenbrock und Sebastian Schlumberger, im Namen der Mannschaft ihren Trainern mitgeteilt, dass sie kein Vertrauen mehr in sie hätten. Danach informierten sie den Vorstand, das Trainergespann wurde beurlaubt. Bei der 2:4-Niederlage des VfL am Mittwoch beim VfL Oythe gab Spieler Jan Stulpe die Kommandos vom Seitenrand.

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„Es war eine Entscheidung der ganzen Mannschaft. Wir waren uns einig, dass wir uns mit diesem Trainergespann sportlich nicht weiterentwickeln und den Abwärtstrend nicht umkehren können“, erklärte Nils Frenzel den Schritt. „Menschlich hat es aber nie Probleme gegeben“, betonte der VfL-Kapitän.

„Als alter VfLer habe ich viel Herzblut eingebracht“, sagte Detlef Blancke. Die Argumente der Spieler könne er nicht nachvollziehen. „Bei einigen klafft zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine Lücke“, sagte er. Von Teilen der Mannschaft sei er „sehr enttäuscht“. Das Verhältnis zum Vorstand sei nach wie vor gut. „Wir haben das sachlich besprochen. Der Trainer ist in einer solchen Situation eben das schwächste Glied“, sagte Blancke.

Die Spieler stehen nun in der Bringschuld. „Wir haben uns unter Druck gesetzt, und wir wissen, dass wir selbst besser spielen müssen“, stimmte Nils Frenzel zu. Einstellung und Kampfbereitschaft hätten gegen Oythe jedenfalls gestimmt. „Es war eine klare Steigerung im Vergleich zu den Spielen davor zu sehen“, sagte Frenzel. Nach einem 0:2-Rückstand hatten Schröder (54.) und Klatte (FE, 62.) für den Ausgleich gesorgt. Während die Oldenburger dann beste Chancen zur Führung ausließen, schoss Oythe in der Schlussphase einen glücklichen Sieg heraus.

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