OLDENBURG Das Spielsystem wurde von Frank Claaßen verändert. Er agiert nun ohne einen Libero.

Von Henning Busch OLDENBURG - „Bloß keinen Fehlstart wie in der vergangenen Saison noch unter meinem Vorgänger geschehen!“ Das erste Etappenziel für den neu formierten Kader des Fußball-Niedersachsenligisten hat VfL-Coach Frank Claaßen seinen Spielern längst eingeimpft: „Ein Heimsieg am Sonntag um 15 Uhr im Auftaktspiel gegen den SV Bockenem ist allein schon deshalb Pflicht, weil wir danach dreimal in Folge auswärts ran müssen.“

In ihrem dritten Niedersachsenliga-Jahr wollen die „Grünen“ nicht noch einmal in die abstiegsgefährdeten Regionen abdriften. Wohin also soll die Reise führen? „Bislang ging es beim VfL – auch im Umfeld – stets aufwärts, das soll so bleiben“, formuliert Claaßen vorsichtig und visiert einen einstelligen Tabellenplatz „mit besserer Punktausbeute als im Vorjahr“ (43) an. Dabei muss dem VfL angesichts einiger namhafter Neuverpflichtungen in dieser Saison durchaus mehr zugetraut werden – zumindest die Rolle des Favoritenschrecks. „Diese Rolle würde mir gefallen“, gibt Claaßen zu. „Und wenn unsere Neuen ihre Qualitäten zum Tragen bringen, sollten wir dazu auch in der Lage sein – dennoch zählen wir längst noch nicht zum Favoritenkreis mit Hildesheim, Rehden und Havelse“.

Nicht nur das Gesicht der VfL-Mannschaft hat sich angesichts von acht Abgängen verändert, auch das Spielsystem wurde von Claaßen modernisiert. Statt mit einem Libero lässt der VfL-Coach seine Mannen nun mit einer Vierer- bzw. Dreierkette agieren. Die Rolle des Abwehrchefs soll der ehemalige Bundesliga-Profi Marco Kück (ein Spiel für den Hamburger SV, zudem u.a. SV Wilhelmshaven, VfL Osnabrück) übernehmen. Während das Innenverteidiger-Duo mit Kück und Neuzugang Stephen Attoh (VfL Brake) im Freundschaftsspiel gegen die kubanische Nationalelf trotz des 0:3 schon gut harmonierte, offenbarte es im Verbandspokal gegen den SV Brake (4:3) noch einige Schwächen.

Derweil hat Claaßen in der Offensive, in der er in den Testspielen mit drei Spielern hinter einer Spitze spielen ließ, die Qual der Wahl. Dafür dürften schon die ebenso erfahrenen wie torgefährlichen Neuzugänge Christian Claaßen (SV Meppen), Christian Brüntjen (Germania Leer) und Henrik Bemboom (FC Schüttorf) sorgen. Als weitere Neue wollen sich Eike Höfer (FC Schüttorf), Stefan Noack (SC Borchen) und die Eigengewächse Lucas de Souza Martins, Malte Lammers, Dennis Pollmann und Denis Pezük für die Startelf empfehlen.

„Das macht mich in dieser Saison so optimistisch“, betont Claaßen: „Wir haben dank der guten Jugendarbeit des VfL inzwischen viele Talente aus den eigenen Reihen, mit denen wir ohne großen Qualitätsverlust im Vergleich zu den etablierten Spielern personell immer mal wieder nachlegen können.“

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