OLDENBURG 75 Minuten lang hielt die Defensive des Außenseiters dem immensen Druck des Favoriten stand, dann aber war es um die nur kämpferisch überzeugenden Platzherren geschehen: Durch die späten Treffer von Rene Wessels (76.), Labinot Hajrizi (84.) und Andreas Gerdes (90.) setzte sich der SV Meppen am Sonntag vor 850 Zuschauern verdient beim VfL Oldenburg durch.

Anders als im Stadtderby gegen den VfB, als man mit dem einzigen Schuss im gesamten Spiel auf das gegnerische Tor den 1:1- Endstand hergestellt hatte, konnte sich die Elf von VfL-Trainer Frank Claaßen diesmal keine echte Torchance herausspielen. Ganz anders die Gäste aus dem Emsland.

Bereits in der 7. Minute musste VfL-Torwart Nils Reinke im Herauslaufen Kopf und Kragen riskieren. Im letzten Moment luchste er dem plötzlich frei vor ihm aufgetauchten Wessels den Ball ab. Der von den Gästen nach dem riskanten Zweikampf geforderte Elfmeter blieb aus.

Zehn Minuten später der nächste Aufreger: Die immer wieder mit gefährlichen langen Bällen in die Spitze agierenden Gäste schickten in Person des starken SVM-Regisseurs Hüseyin Dogan Wessels steil. Der Stürmer lief allein auf Reinke zu, wurde aber von VfL-Verteidiger Stephen Attoh kurz vor der Strafraumgrenze umgegrätscht. Warum der Ghanaer für diese Aktion als letzter Mann nicht Rot sah, blieb – wie einige andere Entscheidungen – das Geheimnis von Schiedsrichter Malte Preut (Friesoythe). Der Freistoß brachte nichts ein.

Auch danach zeigte der VfL im Angriffsspiel zu viel Respekt und zu wenig Initiative, während sich Meppen vor der Halbzeitpause noch weitere gute Chancen herausspielte (35., 38., 40., 42.).

Nach Wiederbeginn agierte der VfL im Abwehrverhalten kompakter, wodurch der Angriffselan der Meppener etwas nachließ. Erst ein Lupfer von Andreas Gerdes in die Nahtstelle der VfL-Viererkette auf seinen Sturmpartner Wessels brachte die Wende. Der Niederländer kam vor dem herauseilenden Reinke an den Ball und köpfte ihn zum 1:0 ins leere Tor (76.). Für die Vorentscheidung sorgte der eingewechselte Hajrizi. Er zögerte keine Sekunde, nachdem Reinke einen Schuss von Gerdes noch hatten parieren können, und drosch den Abpraller zum 2:0 ins Netz (84.).

Den Endstand stellte Gerdes mit seinem 17. Saisontreffer per Kopf her (90.).

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Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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