OLDENBURG Am Ende fehlte beim 23:31 gegen Magdeburg die Kraft. Beim Saisonauftakt des Aufsteigers schied Ines Langkabel verletzt aus.

Von Jan-Peter Plate OLDENBURG - Das Unheil hatte sich angedeutet: Während die Gäste des HSC Magdeburg auf sieben Ersatzspielerinnen bauen konnten, hatte Markus Stapenhorst, Trainer des Handball-Zweitligisten VfL Oldenburg II, zunächst nur die beiden A-Jugendlichen Thalke Bitter und Deike Heeren als Ersatz auf der Bank. So verlor der Zweitliga-Aufsteiger mit zunehmender Spielzeit mehr und mehr die Kraft und schließlich das Spiel mit 23:31 (12:13).

Mehr als die Niederlage schmerzte aber noch die Verletzung von Ines Langkabel. Die Rückraumspielerin wurde Mitte der zweiten Hälfte mit Verdacht auf eine schwere Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Später kam die Entwarnung, aus der „schweren“, wurde nach der Untersuchung eine leichte Gehirnerschütterung. Langkabel wurde wieder nach Hause entlassen.

Die Personalnot des VfL sorgte nach Langkabels Ausfall für einen bemerkenswerten Ersatz: Denn flugs wurde die bereits bereitstehende 43-jährige Maike Balthazar reaktiviert. Die ehemalige Nationalspielerin kam auf zwei Tore und über zehn Minuten Einsatzzeit. Die Niederlage konnte sie aber auch nicht mehr verhindern.

Hielt ein engagiert kämpfender VfL vor 250 Zuschauern bis zur 35. Minute das Ergebnis noch offen, zogen die Gäste dank der starken Bank und reiferen Spielanlage dann aber davon. Machtlos war auch Torfrau Steffi Kreft, die in der 32. Minute für Maren Eckert kam und so nach über neun Monaten Verletzungspause ihr erstes Punktspiel bestritt. Ihre ersten Aktionen: ein gehaltener Siebenmeter und ein abgewehrter Wurf vom Kreis.

Angesichts der Personalsituation – drei weitere Spielerinnen des VfL hatten zudem unter der Woche mit Magenproblemen zu kämpfen – war Stapenhorst mit der Leistung nicht unzufrieden: „Die Mannschaft hat super gekämpft und sich gut verkauft. Auch die Nervosität vor dem ersten Punktspiel haben wir fast ablegen können.“ Trost gab es vom Gegner: HSC-Trainer Nils Lässing sieht „mindestens drei schlechtere Teams als VfL II in der Liga“.

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