OLDENBURG VfL-Regisseur Thomas Goch sicherte sich die Torschützenkrone. GVO und VfBer enttäuschten.

von Jan zur BrüggE

UnD Henning BUSCH OLDENBURG - Nicht gerade überraschend sicherte sich der VfL Oldenburg bei den Oldenburger Stadtmeisterschaften im Hallenfußball zum dritten Mal in Folge den Titel. Im Finale des „Gelbe-Seiten-Cups“ besiegte der Niedersachsenligist den Kreisligisten Türkischen SV mit 4:2.

Am Sonnabend kam es in der Vorrunde des zum achten Mal vom NfV-Kreis Oldenburg-Stadt organisierten Prestige-Turniers allerdings zu einigen Überraschungen. So mussten die favorisierten Kreisliga-Teams FC Medya und TuS Eversten schon am Sonnabend die Segel streichen. Stattdessen schafften Neuenwege, dessen Marco Mittmann zum besten Keeper des Endturniers gewählt wurde, und SV Eintracht (beide 1. Kreisklasse) den Sprung in die Endrunde.

Die anderen Favoriten ließen dagegen nichts anbrennen. Ohmstede, GVO und Post kamen souverän weiter. Nur mit Mühe zog dagegen der VfB II als Gruppenzweiter in die Endrunde ein. Mehr als das Weiterkommen war für die Blauen aber nicht drin.

Auch GVO enttäuschte am Sonntag und verpasste den Sprung ins Halbfinale. „Der Knackpunkt für uns war das 0:4 gegen den Türkischen SV. Wir haben die TSV-Spieler unterschätzt, und die haben 110 Prozent gegeben“, analysierte Ingo Tummescheit, Co-Trainer vom Landesligisten. Stattdessen schafften in der Gruppe B TSV und TuS Bloherfelde den Sprung ins Halbfinale.

In der anderen Gruppe kam der VfL, der souverän mit vier Siegen und einem überragenden Torverhältnis (22:4) Erster wurde, zusammen mit dem SV Ofenerdiek weiter, so dass in der Vorschlussrunde die gleichen Mannschaften wie im Vorjahr aufeinander trafen.

Im ersten Halbfinale setzten sich die VfLer wie im Finale 2004 knapp mit 2:1 gegen Bloherfelde durch. Sven Duwe und Stefan Frye brachten die Grün-Weißen mit 2:0 in Front, doch Kai von Häfen machte es kurz vor Schluss noch einmal spannend. „Das war sicherlich unser schwerstes Spiel. Bloherfelde spielt taktisch diszipliniert und hat es uns nicht einfach gemacht.“ TuS-Coach Detlef Blancke zeigte sich auch zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Wir haben uns ganz gut verkauft. Gegen den VfL kann man verlieren. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr – dann ja vielleicht in der neuen Sport-Arena.“

Im zweiten Halbfinale sah es bis kurz vor Schluss nach einem 0:0 aus. In der letzten Spielminute überschlugen sich dann aber die Ereignisse. Sinhan Dönmez und Xhemail Aliju brachten den TSV 2:0 in Front. Arne Aits gelang nur noch der Anschlusstreffer zum 2:1.

Im Neunmeterschießen um den dritten Platz behielt der SVO dann aber die Oberhand. Nachdem jeweils ein Schütze verschossen hatte, parierte SVO-Keeper Ralf Kloppenburg den Versuch von Jens Eckmeyer. Jan Sander versenkte dagegen sicher und bescherte seiner Mannschaft den dritten Rang. „Wir haben nur ein gutes Spiel gemacht – das 5:1 gegen Ohmstede. Danach hatten wir eigentlich nur Dusel“, zeigte sich SVO-Trainer Harald Witt unzufrieden.

Im Endspiel kochte die Stimmung dann hoch. Nach dem frühen 1:0 durch VfL-Regisseur Thomas Goch, der sich mit sieben Treffern letztlich auch die Torschützenkrone sicherte, markierte Aliju schnell den Ausgleich. Innerhalb von zwei Minuten stellten jedoch Michael Grond, Torsten Willen und wiederum Goch die Weichen für den Titelverteidiger auf Sieg.

„Es war wie in der Liga. Wir brauchen oft eine kurze Zeit, um uns von einem Gegentor zu erholen. Die Schwächeperiode hat der VfL eiskalt ausgenutzt“, so TSV-Spielertrainer Cumhur Demir. Zwar brachte Dönmez den Kreisligisten noch einmal heran, letztlich schaukelte der Favorit das emotionsgeladene Spiel aber über die Zeit. „Wir haben gestern noch trainiert und es war zu merken, dass die Kräfte ein wenig nachließen. Wir haben aber souverän unter Beweis gestellt, dass wir das beste Team sind“, so Steindor.

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