OLDENBURG Bei einer Sicherheitsbesprechung im Marschwegstadion mit Vertretern des Vereins, der Polizei sowie des niedersächsischen Innenministeriums haben sich die Verantwortlichen des Fußball-Oberligisten VfB Oldenburg jetzt auf die neue Saison vorbereitet. Dabei wurden am bisherigen Sicherheitskonzept für die Heimspiele des VfB – insbesondere die als Risikospiele eingestuften Partien – als Reaktion auf die üblen Vorkommnisse nach dem Aufstiegsrelegationsspiel gegen den Goslarer SC einige Modifizierungen vorgenommen. So werden etwa offizielle Personen im Innenraum künftig durch spezielle Westen kenntlich gemacht.

„Uns wurde attestiert, dass wir uns sehr gut vorbereitet haben“, berichtet der VfB-Sicherheitsbeauftragte Holger Hoffmann. So setze der VfB aufgrund des „Versagens des alten Sicherheitsdienstes“ beim Goslar-Spiel nun auf einen neuen Ordnungsdienst. Wie vermeldet, hat der VfB inzwischen auch 46 örtliche Stadionverbote gegen Randalierer ausgesprochen, die am 6. Juni im und vor dem Marschwegstadion auffällig geworden sein sollen.

Der Großteil erhielt Verbote von drei Jahren. „Diese gelten zunächst nur für das Marschwegstadion, ob und wann sie zu Verboten für ganz Niedersachsen ausgeweitet werden, entscheidet der Niedersächsische Fußball-Verband“, erläutert Hoffmann.

Er ist bei einigen VfB-Anhängern in die Kritik geraten, weil drei Personen dreijährige Stadionverbote erhalten haben sollen, die am 6. Juni gar nicht in Oldenburg gewesen seien. „Wir gehen diesen Fällen nach“, sagt Hoffmann und betont: „Der Großteil der Fans steht hinter der Erteilung von Stadionverboten.“

Natürlich habe man auch beim VfB die Lehren aus den Vorkommnissen nach dem Spiel gegen Goslar gezogen und sich kritisch hinterfragt. „Wir sind nun noch mehr sensibilisiert für die Sicherheitsaufgaben“, sagt Hoffmann.

Unterdessen sehe der VfB von Schadenersatzforderungen gegen die Randalierer ab. „Wir haben unser Möglichstes zur Aufarbeitung getan, wir wollen die Sache jetzt aber nicht überziehen“, begründet Hoffmann, zumal die Beweislage schwierig sei.

Derweil bestreitet der VfB an diesem Sonnabend ein Testspiel. Aus Anlass der Einweihung des neuen Sportplatzes auf der Anlage des SV Apen (am Sonnenweg) trifft die Elf von VfB-Trainer Joe Zinnbauer um 14 Uhr auf eine Ammerland-Auswahl.

Auflaufen werden dabei auch die beiden jüngsten Zugänge. Nachdem am Mittwoch der 20-jährige Stürmer Gerson Antwi Aboagy (Spitzname: Nana) unter Vertrag genommen worden war, wurde sich der VfB am Donnerstagabend mit dem 23-jährigen Offensivallrounder Steve Sam (zuvor SV Wehen Wiesbaden II, SC Freiburg II) einig.

Unterdessen dürfen sich die VfBer Jonas Wangler, Robert Plichta und Peer Wegener Hoffnungen auf eine Nominierung in die niedersächsische U-21-Auswahl machen. Das Trio wurde für den 19. August zu einem Lehrgang nach Barsinghausen eingeladen.

Sportgericht

Anfang Juli hatte das Sportgericht des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) das Urteil zu den Ausschreitungen nach dem Relegationsspiel gesprochen.

Der VfB muss eine Geldstrafe von 2000 Euro zahlen und darf in den ersten beiden Heimspielen der neuen Saison nur 700 Zuschauer ins Stadion lassen.

Der Goslarer SC muss eine Geldstrafe von 400 Euro zahlen. Ein GSC-Spieler wurde für sechs Wochen gesperrt.

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