OLDENBURG Die Oberliga-Fußballer des VfB Oldenburg sind bei den Stadtmeisterschaften im Hallenfußball ihrer Favoritenrolle einmal mehr gerecht geworden. Die Mannschaft von Trainer Joe Zinnbauer sicherte sich am Sonntagabend bereits zum vierten Mal in Folge den „Cup der Gelbe Seiten“.

Nachdem sich die Blauen in den beiden Vorjahren im Finale jeweils erst nach Neunmeterschießen gegen den Ligarivalen VfL durchgesetzt hatten, hatten sie bei der fünften Auflage der Titelkämpfe in der EWE-Arena gegen die Grün-Weißen weniger Probleme. Nach dem frühen Führungstor durch Mariusz Zmijak spielten sie ruhig und abgeklärt und ließen das junge VfL-Team kommen. Fünf Minuten vor dem Ende machte Nicola Grimaldi mit dem 2:0 alles klar, ehe der VfLer Stephen Attoh kurz vor dem Abpfiff noch die Latte traf.

Nervenkitzel im Halbfinale

„Die Nummer eins in der Stadt sind wir!“, skandierten die zahlreichen VfB-Fans. Beim einzigen Wackler der Blauen in der gesamten Endrunde – im Halbfinale gegen den Kreisligisten FC Medya – wäre es jedoch fast nicht zu diesen Jubelarien gekommen. In der wohl spannendsten Begegnung der gesamten Titelkämpfe lag die Zinnbauer-Elf, die zuvor mit 9:0 Toren zielsicher durch die Endrunde marschiert war, nämlich bereits mit 0:2 hinten.

Oscar Celik und Rene Ostendorf hatten das Team von FC-Trainer Erol Yurt in Front geschossen. Doch die Sensation blieb aus, weil Zmijak zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den Anschlusstreffer erzielte, und Jonas Wangler 30 Sekunden vor Abpfiff zum 2:2 ausglich.

Das Neunmeterschießen musste entscheiden. Dort versagten auf VfB-Seite nur Zmijak die Nerven, bei Medya scheiterten Oscar Celik und Nihat Tekce. So zog der VfB mit 4:3 ins Endspiel ein.

Etwas weniger Mühe hatte danach der VfL, der sich nach Treffern von Key Riebau und Daniel Kulbatzki (mit sieben Toren bester Schütze des Turniers) mit 2:1 gegen Kreisliga-Spitzenreiter Türkischer SV durchsetzte. Für die Elf von TSV-Trainer Cumhur Demir hatte Juri Mudry getroffen.

Sein Team wurde anschließend Dritter durch ein 4:3 gegen Medya im Neunmeterschießen um Platz drei.

Lautstarke Fangesänge

Erster stimmungsmäßiger Höhepunkt der Endrunde am Sonntag war das Aufeinandertreffen des TSV mit dem VfB. Beide Clubs wurden lautstark von einer jeweils großen Anzahl an Schlachtenbummlern angefeuert. Während das Fangesang-Duell vom Lautstärkepegel her sehr eng verlief, setzte sich der VfB am Ende sicher mit 3:0 durch.

Nicht nur angesichts der meist prächtigen Stimmung auf den gut besetzten Arena-Rängen zeigte sich Enno Cording, Vorsitzender des ausrichtenden Kreises Oldenburg-Stadt im Niedersächsischen Fußball-Verband, rundum zufrieden. „Es ist alles im grünen Bereich verlaufen“, resümierte er kurz und knapp. Von der Zuschauerresonanz her konnte gegenüber der schon erfolgreichen Vorjahres-Auflage sogar noch eins drauf gesetzt werden – was nicht zuletzt den vielen Anhängern des VfB und TSV sowie von Medya und SW Oldenburg geschuldet war. Der Kreisklassist stellte in Marco Meinjohanns übrigens den besten Keeper des Turniers.

Hammergruppe A

Spannend waren am Sonnabend schon die Begegnungen in den drei Vorrundengruppen verlaufen – auch wenn die großen Überraschungen ausblieben. Als erste Teams zogen in der „Hammergruppe A“ der TSV und TuS Eversten in die Finalrunde ein. In Gruppe B setzten sich die Kicker von Medya und Eintracht durch. In Gruppe C gelang dieses Kunststück SWO und Ofenerdiek.

Für Begeisterung sorgten zudem die Kultkicker des FC Wittsfeld. Zwar reichte es für das Team auch in diesem Jahr zu keinem Sieg, doch wurde jeder Treffer von den eigens mitgebrachten Cheerleadern frenetisch bejubelt.

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Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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