Rotterdam /Oldenburg Beim Blick nach Rio werden Erinnerungen wach. „Natürlich haben wir die olympischen Finalläufe im Fernsehen angeschaut“, berichtet Marcus Elster aus dem Trainingslager. Wo vor wenigen Tagen die beiden Doppelvierer Gold und der Deutschland-Achter Silber holten, triumphierte der Oldenburger vor einem Jahr selbst. Auf dem „Lagoa Rodrigo de Freitas“ gewann der Ruderer des ORVO im Vierer mit Steuermann den WM-Titel der Junioren.

Junge Talente gesucht

Ab September bietet der Oldenburger Ruderverein Oldenburg (ORVO) wieder Anfängerkurse für die Zielgruppe 14 - 18 Jahre an.

Die Kurse starten am Montag, 5. September. Ein Kurs beinhaltet acht Termine, dauert jeweils circa zwei Stunden und findet immer montags und donnerstags ab 17 Uhr statt.

Interessierte werden gebeten, ein Anmeldeformular auf der ORVO-Homepage ausfüllen. Dort gibt es auch weitere Informationen zum Kurs. Die Kosten für den gesamten Anfängerkurs betragen 80 Euro.

    http://www.orvo.de/home/ruderkurse

Auf Rio folgt nun Rotterdam. Gemeinsam mit Jan Hennecke (18) startet der 18-Jährige bei der Junioren-WM (21. bis 28. August) dieses Mal im Zweier ohne Steuermann. „Es war unser Traum, als Vereinsboot für Deutschland anzutreten“, sagt Elster. Seit drei Jahren arbeiten der Oldenburger und sein Mitstreiter aus Lingen auf das große Ziel hin. Mit Erfolg. So misst sich das Duo vom Team Nord-West ab Mittwoch mit den Besten der Welt. „Wir wollen eine Medaille holen, aber die Konkurrenz ist schwer einzuschätzen“, wagt Elster keine Prognose.

Lange fuhr das Boot des Regattaverbandes Ems-Jade-Weser in diesem Frühjahr vornweg. Bei den Ranglistenrennen und der Deutschen Meisterschaft in Hamburg distanzierten Elster und Hennecke die Konkurrenz um Längen. Doch dann kam die EM in Litauen, als die beiden „nur“ Bronze holten. „Das war schon ein kleiner Dämpfer, an dem die Jungs zu knabbern hatten“, sagt Trainer Steffen Oldewurtel.

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Aber Niederlagen können neue Kräfte und Motivation freisetzen. „Vielleicht kam das zur richtigen Zeit“, meint Elster. Nach Litauen jedenfalls erhöhten die beiden Athleten nochmals die Schlagzahl. Das Pensum im Trainingslager in Berlin-Grünau hatte es in sich: drei bis vier Einheiten täglich, die erste morgens um 5.30 Uhr. Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit. Denn der erhoffte Weg aufs Podest ist weit. Vorlauf, womöglich Hoffnungslauf, Semifinale und Finale bedeuten bis zu vier Rennen an fünf Tagen.

„Wir haben alle Bock darauf. Deshalb fällt uns auch das frühe Aufstehen nicht schwer“, sagt Elster entschlossen: „Wir fühlen uns gut vorbereitet.“ Die körperliche Schufterei ist das eine, aber es gibt noch eine zweite Voraussetzung für den Erfolg, sagt Coach Oldewurtel: „Es wird darauf ankommen, im Kopf klar zu sein.“ Mentale Stärke ist demnach auf der Rotterdamer Willem-Alexander-Baan ebenso gefragt wie der kräftige Armzug.

Als Vorteil könnte sich dabei erweisen, dass sich die beiden Teamkollegen bestens kennen. „Seit Jahren trainieren wir gemeinsam. Das schweißt zusammen“, betont Elster. Auf Hennecke kann er sich im Boot hundertprozentig verlassen. Umgekehrt gilt das Gleiche.

Und zusätzliche Motivation – sofern das überhaupt nötig war – kitzelten die deutschen Olympiasieger in Rio bei Elster heraus. „Damit identifiziert man sich natürlich“, sagt er. Bis zu den nächsten Sommerspielen hätte der deutsche U-19-Zweier vier Jahre Zeit. Doch daran verschwendet Elster nach eigenem Bekunden aktuell keinen Gedanken. Und auch Oldewurtel weiß: „Dafür muss alles passen.“ So planen die Nordwestler lieber Schritt für Schritt.


Mehr Infos zur Junioren-WM unter   www.worldrowing.com 
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