Oldenburg Den Abstecher in seine frühere sportliche Heimat hat Paolo Rizzo gleich zu einem mehrtägigen Aufenthalt genutzt. Der ehemalige VfB-Fußballer reiste schon drei Tage vor dem Hallenturnier der Traditionsmannschaften an, um bei seiner erneuten Rückkehr nach Oldenburg alte Freunde und Bekannte wiederzutreffen. Der heute 36-Jährige, der von 2005 bis 2009 als Mittelfeld-Heißsporn und Humba-Initiator im blauweißen Trikot bekanntberüchtigt war, schnürte am Sonnabend einmal mehr für seinen Ex-Club die Fußballschuhe. Nach dem Sieg vor einem Jahr reichte es für die Lokalmatadore diesmal „nur“ zu Platz vier.

„Es ist toll, wieder in Oldenburg zu sein – aber es hat sich inzwischen vieles verändert“, sagte Rizzo mit Blick auf das Stadtbild. Nachdem er vier Jahre lang unter Trainer Joe Zinnbauer beim VfB gespielt hatte, war er zur Saison 2009/2010 als 30-Jähriger zu Kickers Emden gewechselt.

Zu vielen ehemaligen Weggefährten aus Oldenburger Zeiten pflegt Rizzo noch immer ein enges Verhältnis. Mittels sozialer Netzwerke werden regelmäßig Neuigkeiten ausgetauscht. „Wir stehen so in guter Verbindung“, erklärte der Italiener, der sich auf das Wiedersehen mit seinen Teamkollegen in der VfB-Auswahl gefreut hatte.

„Die Stimmung in der Mannschaft ist super. Wir verstehen uns untereinander wirklich sehr, sehr gut“, meinte Rizzo. Schon Stunden vor dem eigentlichen Start des Turniers hatte sich das Team zusammengefunden. Ab 15 Uhr saßen die Akteure bei Kaffee und Kuchen zusammen und genossen das Wiedersehen in gemütlicher Atmosphäre.

Mit Turnierbeginn präsentierten sich die Lokalmatadore hellwach und hungrig auf Tore. Im ersten Gruppenspiel setzte sich der VfB gleich mit 7:4 gegen Galatasaray Istanbul durch. „Wir sind wirklich überragend gestartet“, freute sich Rizzo, litt aber mit Teamkollege Alexander Eckel, der sich beim Duell mit den türkischen Altstars schwer verletzte. Teamarzt Dr. Albrecht Glüse befürchtete, dass sich der 35-Jährige, der wie Rizzo von 2005 bis 2009 beim VfB war, einen Achillessehnenriss zugezogen hat.

Es folgten ein 3:6 gegen Bayer Leverkusen, bei dem sich Rizzo zweimal in die Torschützenliste eintrug, eine unglückliche 3:4-Pleite im Halbfinale gegen Werder Bremen und ein 3:4 im Neunmeterschießen um Platz drei gegen Ajax Amsterdam.

Inzwischen ist Rizzo, der 2010 aus Emden in den Süden der Republik gewechselt war, nach einigen weiteren Stationen beim bayerischen Kreisligisten Tuspo Roßtal als Spielertrainer aktiv und versucht, seinen Torhunger zu befriedigen. Im nahen Nürnberg stillt er den Kaffeedurst seiner Gäste. Typisch italienisch betreibt er in der Franken-Metropole eine Espresso-Bar.

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