OLDENBURG Geschafft! Und das im doppelten Sinne. Nach zehn Kilometern beim City-Lauf war ich zwar ziemlich kaputt, hatte mein Minimalziel, unter 50 Minuten zu bleiben, aber erreicht. Bis es soweit war, galt es allerdings einiges durchzustehen.

Meine Stimmung hielt sich um kurz vor 10 Uhr am Start in Grenzen. Die Straßen waren nass, von oben regnete es ununterbrochen nach und ein kalter Wind wehte. An eine persönliche Bestzeit war – zugegeben nicht nur wegen des Wetters – nicht zu denken. Eine „4“ am Anfang der Zeit sollte es aber dennoch sein.

Im Gegensatz zu den Formel-1-Piloten, die am gleichen Tag auch mit dem Wetter zu kämpfen hatten, ging es in Oldenburg gleich mit richtig Tempo los. Nicht nur ganz vorne, auch bei mir. Überraschend gut bewältigte ich die ersten 3,3 Kilometer. Als ich nach der ersten von drei Runden den Start-Bereich passierte, wies die Uhr am Straßenrand 15 Minuten auf. Stark!

Oder auch nicht, befürchtete ich. Denn was im ersten Moment gut klingt, könnte sich rächen – und tat es auch. Ich war zu schnell angegangen, meine Kräfte ließen schneller nach als erwünscht. Und so überholte mich wenig später auch schon die 50-Minuten-Zeitläuferin.

Vom Sieger überrundet

Doch damit nicht genug. Nach 5,5 Kilometern lief auch noch der Führende Johannes Raabe an mir vorbei. Gut, mit dieser Überrundung hatte ich gerechnet. Doch zum Staunen, wie schnell einige über diese Distanz laufen können, blieb mir wenig Zeit. Ich hatte mit mir selbst zu kämpfen.

Einige endlos erscheinende Minuten später erreichte ich endlich wieder den – trotz Regen – ersehnten Wasserstand, Runde zwei war geschafft. Rund 33 Minuten waren vorbei. Ich musste zulegen.

Zwar säumten insgesamt weniger Zuschauer die Straßen als in den Vorjahren, doch der Zielbereich war gut besucht. Der Applaus und die Trommler motivierten, ich konnte mich nach 6,6 Kilometern wieder etwas steigern.

Doch der Höhenflug wurde auf der dritten Runde zwischen Pferdemarkt und Herbartstraße jäh gebremst. Gegenwind! Die Sachen waren vom Regen ohnehin schon völlig durchnässt und schwer, auch auf das Wasser in den Schuhen hätte ich gerne verzichtet. Und nun bremste auch noch dieser „Orkan“ von vorne.

Warten auf die richtige Zeit

Doch das 9-km-Schild setzte dann die letzten Kräfte frei. Nun durfte auch ich noch überrunden, der Getränkestand wurde links liegen gelassen. Zielsprint – die Uhr zeigte 50:37 Minuten. Verdammt. Nicht geschafft. Doch wurde in diesem Jahr dank Chip auch die Nettozeit genommen. Und ich hatte erst in der Mitte des Feldes die Startlinie überquert. Nun hieß es etwas warten, bis die offizielle Zeit feststand: 49:57. Was für eine Punktlandung!

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