Oldenburg Da war richtig Feuer drin: In einem intensiven Derby gegen den VfL sind die Regionalliga-Fußballer des VfB am Sonnabend erst in der Endphase zu einem standesgemäßen 3:0-Sieg gekommen. Der Oberligist verteidigte lange sehr geschickt, brachte die gut organisierte Abwehr der Gastgeber aber seinerseits nur selten in Gefahr.

„Das war kein Freundschaftsspiel, sondern ein richtiges Derby – vielleicht sogar mit etwas zu viel Gift“, sagte VfB-Trainer Dietmar Hirsch dazu, dass das Duell zu einem intensiven Schlagabtausch wurde, und ergänzte: „Wir haben keine Torchance zugelassen, das ist das Wichtigste. Ich bin sehr zufrieden. Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen.“

Auch der neue VfL-Coach Dario Fossi fand lobende Worte für die sehr couragierte Leistung seines Teams. „Ihr habt einen Regionalligisten, der fast aufgestiegen wäre, richtig geärgert. Trotz der Niederlage habt ihr kein schlechtes Spiel gemacht“, bedankte sich Fossi bei seinen Spielern.

Im letzten Test vor den Landespokal-Duellen am kommenden Sonntag in Rehden (VfB) und gegen Heeslingen (VfL) hatte der Regionalligist von Beginn an das Kommando übernommen. Daniel Franziskus prüfte VfL-Schlussmann Felix Bohe mit einem Freistoß (13. Minute).

Etwas später nutzte der Regionalligist den ersten Patzer des Stadtrivalen zum 1:0. Der VfL verlor den Ball im Mittelfeld, nach einem Pass in die Spitze überlief Kifuta Kiala Makangu Nils Frenzel, spielte auch Bohe aus und versenkte den Ball im Tor (21.). Danach hatte Franziskus zwei weitere gute Möglichkeiten (28., 45.).

Nach der Pause verteidigte der VfL höher, bot dem Gegner aber so Räume für ein schnelleres Kombinationsspiel. Thorsten Tönnies (58.) und Conrad Azong (61.) verpassten das 2:0, ehe der VfL die große Ausgleichschance bekam. Schiedsrichter Franz Bokop entschied nach einem Zweikampf zwischen Nicolas Eiter und Neu-VfLer Marvin Osei auf Elfmeter. Daniel Isailovic drosch den Strafstoß aber weit über das Tor (72.).

Danach wurde es richtig hektisch. VfB-Spieler Leon Neldner hatte großes Glück, dass er nach einer Tätlichkeit nur Gelb sah (75.). Eine Rudelbildung, ein Wortgefecht zwischen den Trainern und einige härtere Fouls in der Endphase waren die Folge.

Nach einem Zuspiel von Neldner erzielte Azong das 2:0 (78.). In der Nachspielzeit traf Marc Meunier nach einem langen Ball in die Spitze zum 3:0. „In den letzten Minuten haben meine Spieler nicht mehr alles gegeben. Das müssen wir ändern“, meinte Fossi. „Wir haben gute Erkenntnisse bekommen“, sagte Hirsch: „Jetzt hat die Mannschaft zwei Tage frei – dann bereiten wir uns auf Rehden vor.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.