Oldenburg Den passenden Soundtrack für den großen Auftritt der Oldenburger Nachwuchssportler lieferte das Akustik-Duo „From Swinging Songbooks“ gleich zu Beginn der Sport-Gala am Montagabend. „Die Welt ist klein – und wir sind groß“, sangen Emily Hartinger und Eike Wiekhoff zur Eröffnung.

Diesen Ball nahm Okka Gundel auf. „Das passt, hier sind die großen Sportler Oldenburgs im kleinen Theater Laboratorium versammelt“, sagte die Moderatorin, die den Talenten danach die große Bühne bot.

Den Weg aus dem Publikum nach vorn meisterte die Nachwuchssportlerin des Jahres Laura Kannegießer nach ihrer Kreuzbandverletzung schon wieder problemlos. „Es könnte zwar alles etwas schneller laufen mit der Genesung, aber es geht voran“, erzählte die 18-jährige Handballerin, die vom kompletten Bundesligateam des VfL Oldenburg bejubelt wurde. „Feiern können wir“, sagte Kannegießer, während sie wie ihr männlicher Gegenpart Heye Koepke den Siegerpokal ganz fest im Griff hatte.

„Darüber freue ich mich natürlich“, sagte das Tischtennistalent über sein eigenes Abschiedsgeschenk. Denn Koepke kündigte seinen Weggang von SW Oldenburg an: „Es war wohl auch erstmal meine letzte Nominierung. Zur nächsten Saison wechsele ich zum Regionalligisten TSV Lunestedt.“

Da solche Auftritte nicht zum Alltag aller jungen Sportler gehören, merkte man ihnen eine leichte Anspannung an. „Gegen stärkere Teams ist man immer aufgeregter“, verglich etwa die Viertplatzierte Jana Paul (SV Eintracht) ihre Konkurrentinnen um den Nachwuchstitel mit den Gegnerinnen auf dem Fußballfeld. Sie hat seit Anfang des Jahres ebenfalls einen neuen Verein und läuft mit einem Doppelspielrecht auch im Trikot von Werder Bremen auf.

Ein Wechsel kommt für die Drittplatzierte Patricia Schwarzhuber nicht infrage. „Wir haben in Oldenburg tolle Ruderbedingungen“, sagte die 16-Jährige. Auf dem Siegerpodest zu stehen, kenne sie, „aber auf so einer Bühne, das ist noch mal was anderes“.

Eine etwas andere Erfahrung machten NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann, Ehrungspate Lars Drantmann, Stadtsportbund-Vorsitzender Gero Büsselmann und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Die vier „starken Männer“ durften sich, angeleitet von der Fünftplatzierten der Frauen, Maureen Li, im Floorball ausprobieren. „Sie haben das erstaunlich gut gemacht“, meinte Li. Etwas zu zeigen hätte auch Billardspieler Justin Dürig. „Ich würde einen Trickstoß vorführen. Etwas, das anschaulich ist und das die Leute nicht kennen“, sagte der fünftplatzierte Nachwuchssportler.

Eine kleine Kostprobe ihrer Kampfkunst lieferte Ju-Jutsuka Celina Brötje ab. Da Moderatorin Gundel dann lieber doch „kniff“, musste Trainerin Verena Rücker als Übungspartnerin dienen. „Ich war überrascht, dass Celina gar nicht durchgezogen hat“, sagte Rücker (Dritte bei den Frauen), nachdem Brötje einen Tritt kurz vor ihrem Kopf schnell abgebremst hatte.

„Der Abend war schön. Man kann ihn nicht mit dem Wettkampf auf der Matte vergleichen. Da ist man mit Adrenalin vollgepumpt“, sagte die Zweitplatzierte, die trotz der Anspannung cool blieb. Lampenfieber kannte auch Heiuar Bako, Viertplatzierter bei den Nachwuchssportlern, nicht. „Sie sind die Erste, die meinen Namen direkt richtig ausgesprochen hat“, lobte der kleinste Mann auf der großen Bühne Moderatorin Gundel.

Arne Jürgens Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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