Wechloy Udo Reiner-Näther geht einmal um seinen Schützling herum. Ganz genau begutachtet er Saskia Fangmann. Der 53-Jährige schaut, ob in ihrem Anschlag und mit ihrem Gewehr alles stimmt. Ein Knall ertönt. „Gut“, lobt er die Jugendliche. Bei diesem Schuss hat sie alles richtig gemacht.

Am Mittwochabend trainierten Roswita Näther und Udo Reiners-Näther zum letzten Mal mit dem Nachwuchs vom SV Tell Wechloy auf dem Stand der Oldenburger Schützen im Johann-Justus-Weg, bevor sie zur Deutschen Meisterschaft im Sportschießen losfahren. Von diesem Freitag bis zum 3. September wird in München um die Medaillen gekämpft. Roswita Näther, Udo Reiners-Näther und ihre 23-jährige Tochter Ann-Katrin Näther haben sich in diesem Jahr zum ersten Mal alle drei gemeinsam für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert.

Sportschießen gehört für die Familie, die in Wechloy unter einem Dach lebt, zum Alltag. Drei Mal die Woche geht es zum Training, an den Wochenenden fahren sie gemeinsam zu den Wettkämpfen – entweder als Schützen oder Betreuer.

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„Das ist das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass eine ganze Familie das geschafft hat“, berichtet Mutter Roswita Näther. Erst seit zwei Jahren schießt sie Dreistellungskampf (in den Disziplinen Knieend, Liegend, Stehend). Nun hat es endlich auch bei ihr geklappt.

Ann-Katrin Näther hat sich in diesem Jahr das zehnte Mal in Folge qualifiziert. Die 23-Jährige schießt seit ihrem zwölften Lebensjahr. Ihr größter Erfolg war der Gewinn des Vize-Deutscher-Meister-Titels mit ihrer Mannschaft in der Jugendklasse. Im vergangenen Jahr verpasste sie um Haaresbreite das Finale im Dreistellungskampf – zwei Ringe fehlten. In diesem Jahr startet sie einen neuen Versuch.

Nach den Bezirksmeisterschaften im Frühjahr bereiten sich die Näthers auf ihre Reise nach München vor. „Wir haben im März schon die Hotelzimmer reserviert“, sagt die 53-jährige Wechloyerin. Sie ist über ihren Ehemann zum Schießsport gekommen.

Bei den Landesmeisterschaften mussten die drei Sportschützen ihre Leistung abrufen. Es gelang: Sie starten alle mit dem Kleinkalibergewehr in der Disziplin Dreistellungskampf. Ann-Katrin kämpft zusätzlich mit dem Luftgewehr um eine Medaille.

Am meisten freut sich der 53-jährige Udo Reiners-Näther auf das Wiedersehen mit vielen Freunden, die er im Laufe der Jahre kennengelernt hat. „Das ist fast, als würde ich zu einem Familientreffen fahren“, sagt der Vorsitzende vom SV Tell-Wechloy. Er hat sich dem Sport seit seinem zwölften Lebensjahr verschrieben.

„Ich bin stolz darauf, dass unsere konstante Jugendarbeit solche Früchte trägt. In diesem Jahr haben sich vier Damen qualifiziert“, freut sich Roswita Näther, die Leiterin der Damenabteilung des Vereins. Neben ihrer Tochter haben auch Ann-Katrin Ochtrop, Nadine Gudert und Katja Heitmann die Qualifikation geschafft. In der Altersklasse von 21 bis 40 Jahre ist die Konkurrenz besonders groß. Vom SV Tell Wechloy treten auch Ben Sander, Maximilian Götz, Saskia Wintermann, Lena Guderjan, Saskia Fangmann und Isabel Zippel an.

Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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