Oldenburg In souveräner Manier haben sich die Regionalliga-Spieler des VfB am Sonntagabend die Meisterkrone bei den Oldenburger Stadtmeisterschaften im Hallenfußball zurückerobert. Die Mannschaft von Predrag Uzelac setzte sich beim „Cup der LzO“ der Männerteams im Finale gegen Kreisligist SV Eintracht mit 4:0 durch und holte zum sechsten Mal den Titel.

„Wir haben eine überzeugende Leistung gezeigt und deshalb auch verdient den Titel geholt“, sagte Coach Uzelac, dessen Team zwar größere Personalsorgen plagen, aber dennoch alle sechs Endrunden-Spiele gewann. Mit vier Siegen spazierte der VfB durch die Gruppe II und erreichte mit dem SV Eintracht das Halbfinale.

Der Kreisligist war das Überraschungsteam der Endrunde. Die Mannschaft von Trainer Rene Noelle hatte sich bei der Vorrunde am Sonnabend nur als Tabellenzweiter durchgesetzt, steigerte sich aber tags darauf nach einer Auftaktpleite gegen den VfB.

Am Ende musste Eintracht das letzte Spiel in der Gruppe II gegen Ligarivale SW Oldenburg mit zwei Toren Unterschied gewinnen, um Landesligist Türkischer SV auf Rang drei zu verweisen. Bei einem 3:1 hätte es ein Neunmeterschießen ums Weiterkommen gegeben, doch die Noelle-Auswahl drehte ein 0:1 in ein 4:1 und gewann letztlich 4:2.

In der Gruppe I lieferte Oberligist VfL, der sich in den vergangenen drei Jahren den Titel gesichert hatte, eine ganz schwache Vorstellung ab. „Wir haben es uns selbst zuzuschreiben, dass wir ausgeschieden sind. Wir haben ganz uninspiriert Fußball gespielt“, sagte ein maßlos enttäuschter Trainer Ulf Kliche.

Sein Team hätte nach fünf Punkten aus den ersten drei Spielen allerdings doch das Halbfinale erreichen können, kassierte aber im abschließenden Duell mit Bezirksligist GVO kurz vor Schluss das 1:2, weil die VfLer zu viel wollten. Ein Remis hätte gereicht. „Das 1:2 hätte niemals fallen dürfen. Jetzt gehe ich in die Kabine und schreie die Jungs zusammen“, kündigte Kliche nach der Partie an.

Somit kam GVO weiter, hatte im Halbfinale aber keine Chance gegen den VfB. Franko Uzelac und Pierre Merkel schossen den Favoriten ins Endspiel. Zuvor hatten sich Bümmerstede und Eintracht ein packendes Duell geliefert. Die SVE-Führung durch Jannis Reichel glich Daniel Isailovic für die BWB-Auswahl aus, die das Neunmeterschießen dank zwei gehaltener Schüsse von Keeper Nicolai Robotta für sich entschied.

Pavel Ciapa bescherte GVO mit dem 16. Schuss im Neunmeterschießen um Platz drei einen 6:5-Erfolg gegen Eintracht. „Im Halbfinale gegen den VfB hatten wir zu viel Respekt, aber sonst wir hoch zufrieden“, sagte Rainer Warns, Co-Trainer des Bezirksligisten. „Wir haben uns fußballerisch sehr gut verkauft“, meinte Noelle, dessen Team zwar nur Platz vier blieb, aber in dem überragenden Stefan Hilgenberg den besten Torwart stellte.

Im Endspiel ließ der VfB, der von 2007 bis 2011 fünf Titel in Folge geholt hatte, den Bümmerstedern keine Chance. Franko Uzelac, der mit zwei Treffern den bis dahin in der Torschützenliste führenden Merkel vom Thron schoss, sowie Mohamed Aidara und Dennis Engel trafen beim souveränen 4:0 gegen den Kreisligisten. „Der VfB hat den besten Fußball gezeigt. Wir haben aber auch ein Superturnier gespielt“, meinte BWB-Coach Timo Ehle. „Ich freue mich über den Turniersieg“, sagte Torschützenkönig Uzelac und ergänzte: „Nach dem zweiten Turnier innerhalb von zwei Tagen sind jetzt aber auch die Beine schwer.“

Reaktionen

Herbert Hasler (Trainer des SV Neuenwege): Meinen Spielern hat das Turnier Spaß gemacht. Wichtig ist, dass sich keiner verletzt hat. Jürgen Gaden (Trainer von SW Oldenburg): Es ist schade, dass bei diesem Turnier die Schiedsrichter immer für die höherklassigen Mannschaften pfeifen. So macht das einfach keinen Spaß mehr. Stefan Lang (Trainer des SV Ofenerdiek): Ich bin nicht enttäuscht von der Leistung meiner Mannschaft. Aber in den letzten Jahren war es noch nie so einfach, ins Halbfinale zu kommen. Wir haben aber gegen SW Oldenburg und SV Eintracht zu wenig aus unseren Chancen gemacht. Ronny Klause (Trainer des Türkischen SV): Der VfB spielt den besten Fußball. So hatte ich mir das auch von meiner Mannschaft vorgestellt. Meine Spieler haben aber in zu vielen Situationen alleine gespielt ohne auf den Mitspieler zu schauen. Steffen Janßen (Trainer des FC Medya): Jetzt ist Rüstem Ersu auch noch verletzt, wie schwer weiß ich noch nicht. Daher spielt unser Abschneiden überhaupt keine Rolle mehr. Die Schiedsrichter haben mit Sicherheit nicht für uns gepfiffen. Sascha Sengstake (Trainer von Tus Eversten): Das wir nicht ins Halbfinale gekommen sind, war kein Muss für unser Team. Von der Art und Weise, wie wir uns hier präsentiert haben, bin ich aber schon enttäuscht. Thomas Niemann (Trainer von Tura 76): Wir sind leider nur mit einer Rumpfmannschaft am Start. Das Spiel gegen Neuenwege wollten wir unbedingt gewinnen. Damit haben wir unser Ziel auch erreicht. Jo Alder (Trainer des Post SV): Das Spiel gegen SWO war der Knackpunkt. Das 2:0 hätten wir nicht mehr aus der Hand geben dürfen. Wir standen in dieser schweren Gruppe kurz vor dem Weiterkommen, deshalb ist das Ausscheiden so ärgerlich. Sören Alperstädt (Präsident des FC Wittsfeld): Wir wollten eigentlich ein Spiel gewinnen, gegen Polizei SV hatten wir auch die Chance dazu. Ayhan Gürsoy (Trainer von Victoria Osternburg): Das war heute unter unserem Niveau. Wir waren einfach insgesamt zu schwach und haben unsere fußballerischen Aufgaben nicht erfüllt. Lutz Hofmann (Trainer des Krusenbuscher SV): Ich hätte schon gerne den einen oder anderen Punkt mehr gewonnen, trotzdem bin ich von der Leistung der Mannschaft nicht enttäuscht.


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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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