OLDENBURG Das Duell Grün-Weiß gegen Blau-Weiß mobilisiert an diesem Sonntag wieder die Massen. Bis zu 3000 Zuschauer werden zum Stadtderby zwischen den Oberliga-Fußballern des VfL Oldenburg und VfB Oldenburg im Stadion an der Alexanderstraße erwartet. Bleibt die Frage, ob das Aufeinandertreffen der beiden klassenhöchsten Fußballteams aus dieser Stadt nach dem Anstoß um 18 Uhr diesmal hält, was es verspricht – aber längst nicht immer gehalten hat: Spannung, Emotionen, packende Zweikämpfe und viele Tore.

„Ich erhoffe mir natürlich ein schönes Spiel, gute Zuschauerzahlen und dass wir es vielleicht mal schaffen, den VfB zu schlagen“, macht VfL-Sportleiter Detlef Blancke aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Ich denke, wir können nach den letzten Ergebnissen selbstbewusst an dieses Derby rangehen, denn man muss unserer Truppe ein großes Lob machen, dass sie trotz eines schweren Starts neun Punkte im Monat August geholt hat. Dagegen hätte beim VfB von der Qualität im Kader her bislang eigentlich schon etwas mehr kommen müssen.“

Das sieht Michael Richter, Sportlicher Leiter beim VfB, ähnlich: „Ich bin mir sicher, dass unsere Mannschaft die Qualität hat, um deutlich besser zu spielen als zuletzt und das Derby zu gewinnen – sie muss das Leistungsvermögen, das sie drauf hat, jetzt aber auch mal über 90 Minuten abrufen.“ Zwar wolle er den Stellenwert des Stadtduells nicht zu hoch hängen („Es ist sicher etwas Bedeutsames, aber letztlich geht es auch nur um drei Punkte“), fügt aber hinzu: „Nichtsdestotrotz ist es nach den letzten Ergebnissen ein wichtiges Spiel für uns. Keine Frage. Daher gucken wir sicherlich genau, wie das Team sich präsentiert – aber wir haben erst den fünften Spieltag, und daher ist unabhängig vom Ausgang des Spiels Ruhe unser oberstes Gebot.“

Beim VfL gab es am Donnerstagabend leichte Entwarnung, was den gefährdeten Einsatz von Torwart Nils Reinke betrifft. Zwar plagt sich der 20-Jährige noch immer mit Schulterproblemen herum, doch ist laut Trainer Frank Claaßen „die Hoffnung da, dass er spielen kann“. Noch mehr Stabilität als zuletzt soll zudem Stephen Attoh der Viererkette der Platzherren verleihen, der gegen den VfB vor seinem Saisondebüt steht. „Wir waren die letzten Male immer schon kurz vor einem Dreier, die Chance ist zu Hause riesengroß, es diesmal endlich zu packen“, gibt sich Claaßen angriffslustig und fügt hinzu: „Uns reißt keiner den Kopf ab, wenn wir verlieren.“

Derweil hat Joe Zinnbauer die Fehler aus dem schwachen Heimauftritt gegen Hildesheim längst mit der Mannschaft analysiert – und die hat laut dem VfB-Trainer nicht nur beim 8:1 im Testspiel gegen den Bremer Oberligisten Habenhauser FV „die richtige Reaktion“ gezeigt: „Wir hätten noch höher gewinnen können und haben dabei ein gutes Gefühl für das Spielen auf Kunstrasen gewonnen.“ Stark formverbessert zeigten sich dabei auch die erfahrenen Alexander Eckel und Christian Thölking, die auf einen Platz in der Startelf des VfB hoffen.

„Wir gucken genau hin, wie das Team sich präsentiert“

Michael Richter

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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