OLDENBURG Zwei Jahre ohne großes Fußballstadion in Oldenburg? Selbst für VfL-Urgestein Enno Cording ist das unvorstellbar. Das Szenario einer langwierigen Sanierung des Stadions am Marschweg mit Erneuerung der Leichtathletiklaufbahn und Sanierung der Rasenfläche hatte zuvor Architekt Bernhard Kulla dem Sportausschuss am Mittwochabend vorgestellt.

Die Konzeptstudie für die Sanierung des Marschwegstadions (NWZ berichtete) sieht in ihrem Ergebnis drei Varianten vor. Sanierung der Rasenfläche und Kunststoffbahn im vorhandenen Stadion (1,5 Millionen Euro), Rückbau der Anlage zu einem Leichtathletikpark und Neubau einer Fußballarena an anderer Stelle (eine Million Euro ohne Kostenansatz für die Arena), Neubau einer Fußballarena an alter Stelle und Verlagerung der Leichtathletikanlage auf die Nebenplätze des Marschwegstadions (eine Million Euro ohne Arena).

Kulla empfahl dem Ausschuss, zur Sanierung das sogenannte und in Göttingen erprobte Kiesstopfsäulen-Verfahren zu wählen. Darin werden knapp 1200 jeweils fünf Meter hohe Säulen aus Kies in den Untergrund eingebracht, auf die dann die Laufbahn gesetzt wird. Die Dauer dieses Verfahrens setzte Kulla auf sieben bis acht Monate an. Während dieser Zeit könne der Platz nicht genutzt werden, weil Baumaschinen einen zwei bis drei Meter breiten Streifen der Rasenfläche beanspruchten. Sollte auch die Spielfläche saniert und anschließend ein neuer Rasen ausgesät werden, stehe das Stadion für zwei Saisons nicht zur Verfügung.

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In der Sportausschusssitzung zeichnete sich schnell eine Mehrheit für die erste Variante (Sanierung) ab. Sportdezernent Martin Schumacher bezeichnete das Gutachten als Basis für eine „weit reichende und schwerwiegende Entscheidung“, die gut abgewogen werden müsse.

Auf Nachfrage der NWZ erklärte Kulla am Donnerstag, der Austausch der Rasenfläche sei kein Muss. Der DFB schreibe die Sanierung des Platzes nicht vor. Der Randstreifen könne nach der Erneuerung der Laufbahn recht unproblematisch durch Rollrasen ersetzt werden. Mindestens für eine Hin- oder Rückserie stehe das Stadion aber nicht zur Verfügung. Frühester Baubeginn sei im Mai 2009. Sollte eine Oldenburger Mannschaft in höhere Ligen aufsteigen, seien allerdings weitere Investitionen z.B. in eine Flutlichtanlage und zusätzliche Räume unterhalb der Tribüne notwendig.

Am Rand der Sitzung unterstrich der Kreisvorsitzende des Leichtathletikverbandes, Hans Jost Schütte, die Dringlichkeit der Laufbahnerneuerung im Marschweg-Stadion. Seit 2001 könnten in Oldenburg keine Landesmeisterschaften und seit 2004 nicht einmal mehr Kreismeisterschaften ausgerichtet werden. Die Leichtathleten müssten nach Wilhelmshaven ausweichen. Ein Weg, der den Fußballern des VfB Oldenburg bei einer Sanierung des Rasens auch bevorstehen könnte.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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