Oldenburg Auf dem Fußballplatz wäre Matthias Schöner vermutlich Abwehrspieler. Im Betriebsausschuss für Gebäudewirtschaft und Hochbau verteidigte der Diplom-Ingenieur des Frankfurter Planungsbüros Albert Speer & Partner (AS & P) jedenfalls einen Vorentwurf für ein neues Fußballstadion in Oldenburg vor allzu hartnäckigen Nachfragern. „Ja, wir haben schon eine gewisse Vorstellung, und ja, es gibt schon eine Skizze im Rechner“, sagte der 48-Jährige. Näheres wollte der Vertreter des Büros AS & P, das von der Stadt mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie für einen Stadion-Neubau beauftragt worden ist, aber noch nicht preisgeben: „Wir stehen erst am Anfang.“

Vor der Ausschusssitzung hatte sich Schöner mit Vertretern des Baudezernats, Liegenschaftsamtes und Sportamtes getroffen. Dabei wurden Rahmenbedingungen für die Standortsuche festgelegt, die von den Sportausschussmitgliedern, die ebenfalls zur Sitzung eingeladen waren, bestätigt wurden: So soll das Stadion den Anforderungen für die Dritte Liga entsprechen und eine Kapazität von 10 000 Zuschauern plus Erweiterungsoption auf 15 000 Plätze haben. Als Fläche werden 170 mal 130 Meter veranschlagt, wovon für den Innenraum 120 mal 80 Meter vorgesehen sind. Diese Schablone soll nun über potenzielle Flächen in der Stadt gelegt werden.

Am Freitag traf sich der Speer-Planer mit dem VfB Oldenburg und der Initiative Nordweststadion, um sich ein Bild von deren Vorstellungen zu machen. VfB-Vorstandsvorsitzender Wilfried Barysch war nach dem Gespräch im PFL voll des Lobes: Aus seiner Sicht ist das Büro „hochgradig geeignet, um das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen“. Die Vorstellung sei bereits sehr konkret gewesen. Der VfB freue sich auf die Zusammenarbeit mit Speer & Partner.

Schöner hat bereits beim Bau zahlreicher Stadien mitgewirkt. Zu seinen Aufträgen gehörten u. a. die Projektleitung beim Bau der Allianz-Arena in München, in Freiburg und Karlsruhe hat er die Stadion-Standortsuche gutachterlich begleitet, ebenso in Wiesbaden. Die dortige – 2007 in einer Rekordzeit von nur vier Monaten entstandene – Arena, die Spielstätte des Drittligisten SV Wehen Wiesbaden ist, hat mit 13 500 Plätzen eine ähnliche Dimension wie ein möglicher Neubau in Oldenburg. Die Kosten in Wiesbaden: 16 Millionen Euro. Auch Regensburg – dort ist eine 15 000 Zuschauer fassende Arena im Bau – könnte sich nach Schöners Vorstellung als Blaupause für Oldenburg eignen.

Im Ausschuss hinterließ das Büro Albert Speer & Partner, für das von 1992 bis 2005 auch Stadtbaurätin Gabriele Nießen gearbeitet hatte, einen „sehr guten Eindruck“, wie Markus Dietz (Grüne) stellvertretend für alle betonte. „Wir werden ein sehr gutes Ergebnis bekommen. Da bin ich mir sicher“, zeigte sich Planer Matthias Schöner überzeugt.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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