OLDENBURG In der Fußball-Kreisliga standen am Wochenende alle Spiele im Schatten des Spielabbruchs bei der Spitzenbegegnung Medya gegen Bümmerstede.

FC MedyaBW Bümmerstede abgebrochen. Es hätte das Spitzenspiel der Kreisliga werden sollen, doch es endete in einem üblen Handgemenge auf dem Spielfeld: Die Partie zwischen dem FC Medya und BW Bümmerstede wurde nach 80 Minuten abgebrochen. Der Grund dafür war klar: Der Linienrichter fühlte sich von Figo Adamovic (BWB), der kurz zuvor Rot wegen einer angeblichen Beleidigung gesehen hatte, derart bedroht, dass sich das Gespann entschied, das Spiel nicht fortzusetzen. Was folgte waren tumultartige Szenen, an denen beide Mannschaften sowie Betreuer und Zuschauer beteiligt waren.

Der Reihe nach: Von Beginn an hatte das junge Schiedsrichtergespann das Derby nach Ansicht beider Lager nicht im Griff. Kurz nach einem zweifelhaften Handelfmeter (1:0 H. Tekce, 30.) wurde BWB-Trainer Ingo Müller wegen der Aussage „Ich möchte nicht, dass Sie mich duzen“ in Richtung des Schiedsrichters des Feldes verwiesen. Nach diversen weiteren Streitigkeiten forderte Bümmerstede einen Strafstoß nach einem angeblichen Foul an Schiborowski. Dieser sah jedoch wegen einer Schwalbe die Ampelkarte (75.). Nur drei Minuten später hob der Linienrichter die Fahne erneut, kurz nachdem Adamovic an ihm vorbeigegangen war. Es folgte der besagte Platzverweis (BWB-Teamchef Kai Antonschmidt: „Figo beteuert, nichts gesagt zu haben“). Beim BWB-Stürmer entlud sich der angesammelte Frust. Er stürmte auf den Linienrichter zu und konnte nur noch so gerade eben von Mitspielern zurückgehalten werden.

Der Schiedsrichter brach das Spiel ab – und die Situation eskalierte. Nach „diversen verbalen Entgleisungen fast aller Beteiligter“ (Antonschmidt) sammelten sich Spieler, Betreuer und Zuschauer beider Seiten zu einem riesigen Knäuel am Mittelkreis. Dabei soll vor allem ein Ersatzspieler des FC Medya negativ aufgefallen sein, der versucht haben soll, zwei Bümmersteder tätlich anzugreifen. Der Spieler wurde umgehend von FC-Trainer Lutz Hofmann suspendiert. Nach zwei bis drei hitzigen Minuten konnten letztlich beide Lager voneinander getrennt werden – und die Gemüter beruhigten sich.

Lutz Hofmann und Kai Antonschmidt nahmen Stellung: „Festzuhalten ist, dass der Abbruch klar von BWB verschuldet war. Dies ist auch im Spielbericht vom Schiedsrichter so angegeben worden. Wir waren bis dahin absolut ruhig. Allerdings hätten sich meine Spieler anschließend auch zurückhalten sollen“, sagte Hofmann. Er geht davon aus, dass das Spiel vor dem Sportgericht für Medya gewertet wird. „Die Ansetzung eines so jungen, unerfahrenen Unparteiischen war eine Katastrophe. Wir werden alle Sportgerichtsbarkeiten aufsuchen und jegliches Rechtsmittel in Anspruch nehmen, um eine Spielwiederholung zu erreichen“, kommentierte Antonschmidt.

Ofenerdiek – Scheps 0:3. Der SVO kommt einfach nicht in Tritt. Gegen clevere Schepser machte die Gucanin-Elf zu viele Fehler und verschlief die erste Hälfte.

Lehmden – GVO II 3:1. Der GVO zeigte sein schwächstes Saisonspiel und verlor völlig verdient das erste Mal auf fremden Platz.

Bloherfelde – Rastede 2:0. Rastede war aggressiver und feldüberlegen, doch Bloherfelde machte die Tore.

Ovelgönne – Eintracht 0:4. Zweiter Sieg in Folge für den Aufsteiger, der offensiv agierte und damit den Anschluss ans Mittelfeld herstellte.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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