OLDENBURG Die erste Überraschung in der Fußball-Bezirksliga hatte es bereits vor dem ersten Anstoß zum 18. Spieltag gegeben. Nach dem Rücktritt von Metin Caki (private Gründe) als Trainer des abstiegsgefährdeten Türkischen SV präsentierten die Verantwortlichen des Schlusslichts nicht nur in Cumhur Demir den Vorgänger Cakis als neuen Coach. „Ab sofort wird Ralf Voigt mir, der Mannschaft, aber auch dem gesamten Verein in beratender Funktion zur Seite stehen“, erläuterte Demir auf Nachfrage der NWZ und stellte zum Aufgabengebiet des ehemaligen Zweitliga-Profis Voigt (u.a. VfL Osnabrück, Fortuna Düsseldorf) klar: „Er ist aber nicht der neue Trainer, wie es woanders fälschlicher Weise vermeldet wurde.“

TuS ObenstroheTürkischer SV 2:2. Im Kellerduell saßen sowohl Demir als auch Voigt auf der Bank des TSV. „Um hinten erstmal die Null zu halten und mehr Sicherheit reinzubekommen“ (Demir) wurde Hakan Das als Libero aufgeboten. Dieser Plan ging 60 Minuten lang auf, ehe die Gastgeber eine Unachtsamkeit zum 1:0 nutzten (60.). Doch der TSV glich durch einen Foulelfmeter von Cenk Gök aus (65.). Dann sah TSV-Torwart Stephan Steinmetzger die Rote Karte (70.), nachdem er ein Bein gegen einen Gegenspieler hatte stehen lassen (Demir: „Das darf einfach nicht passieren“). Für ihn rückte Feldspieler Serkan Topcuoglu zwischen die Pfosten und machte seine Sache gut. Ebi Faye brachte die Gäste sogar in Unterzahl mit 2:1 in Front (75.), ehe der TuS noch zum 2:2 ausgleichen konnte (88.). „Von der Disziplin her war das schon ganz gut, aber vom Ergebnis her eigentlich zu wenig“, bilanzierte Demir.

1. FC Nordenham – VfB II 0:0. Die ohne einen gelernten Stürmer angetretenen Oldenburger – René Robben spielte in der Oberliga-Elf, Mascholino Dusbaba steigt erst an diesem Montag wieder ins Teamtraining ein – ließen trotz optischer Überlegenheit die Durchschlagskraft im Angriff vermissen. „Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber der letzte Pass und der letzte Wille zum Sieg fehlten diesmal“, analysierte VfB-II-Trainer Andreas Boll, der Stanislaw Puschkaruk schon nach zehn Minuten zum Duschen schickte: „Ich war mit seiner Einstellung nicht zufrieden.“

TuS EverstenBV Bockhorn 5:1. Der Mann des Tages beim Kantersieg hieß Sebastian Schwarz: Der Stürmer erzielte die ersten vier Treffer (6., 42., 56., 73.). Doch auch die übrigen Everstener waren konzentriert: „Bockhorn hat nur einmal aufs Tor geschossen, und selbst das war klares Abseits“, sprach Trainer Helge Hanschke den Gegentreffer an. Seine personell arg geschwächte Mannschaft (zwei Abgänge, fünf Dauerverletzte) bestimmte das Tempo und besaß „aus einer felsenfesten Abwehr durchgehend die Kontrolle“ (Hanschke). Das 5:1 (88.) erzielte Kaminski, der sonst in der Zweiten spielt, im Nachsetzen, nachdem Gandyra (Alte Herren) mit einem Schuss knapp gescheitert war.

TuS HeidkrugFCO 5:0. Lange Gesichter in Ohmstede: Die Gäste hatten die erste Hälfte bestimmt und gute Chancen herausgespielt, kassierten aber den Gegentreffer (25.). Torwart Frerichs hatte einen Rückpass nicht kontrollieren können. Auch beim 2:0 (58.) hatte es Heidkrug einfach, weil Ohmstede in der eigenen Hälfte einen Fehlpass produzierte. „Es hilft nichts, wir müssen nach vorne schauen“, sagte Trainer Lutz Gramberg.

VfL II – TSV Ganderkesee 1:0. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber es war kein gutes Spiel“, analysierte VfL-II-Trainer Detlef Blancke. So erzielte Stefan Elver schon in der 25. Minute mit einem verwandelten Freistoß das Tor des Tages, nachdem Tim Grahle per Kopf nur die Unterkante der Latte getroffen hatte (6.). Nach dem Wechsel hatte Elver frei vor dem TSV-Torwart das 2:0 auf dem Fuß, doch er scheiterte gleich zweimal (51.). Danach kamen die Gäste auf, doch VfL-Torwart Joshua Mellides parierte bei seinem Saisondebüt gleich mehrmals. Blancke: „Er hat uns den Sieg festgehalten.“

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