BÜRGERFELDE Die Idee entstand auf dem Fliegerhorst. Die 15 Mitglieder bereiten in ihrer Freizeit dem Publikum Freude.

VON HEINZ ARNDT BÜRGERFELDE - Weit über 1000 Auftritte absolviert, rund 170 000 Euro Spenden eingespielt – diese Bilanz kann sich sehen lassen. Aufgestellt wurde sie von den Original Oldenburger Schrumpfgermanen, die jetzt ihr 30-jähriges Bestehen feiern.

„Die Grundidee zu den Schrumpfgermanen stammt von Gerhard Treßbach, damals Oberstleutnant auf dem Fliegerhorst. Für eine Fete in der großen Halle 10 waren die finanziellen Mittel begrenzt, er stellte darum selbst eine Attraktion auf die Beine“, erinnert sich Stabsfeldwebel a.D. Paul-Dieter Reck (68), der sich um die Organisation der Auftritte kümmert.

So setzten sich vor 30 Jahren acht auf dem Fliegerhorst stationierte Soldaten erstmals die überdimensionalen Zylinder auf den Kopf, verzierten zudem ihre Bäuche mit einem Gesicht und einer Pappnase. „Für unsere Premiere gab’s viel Applaus“, erzählt Reck, die Karriere konnte beginnen. Bei einem Anschlussauftritt in Münster fiel die Oldenburger Gruppe dem Fernsehsender WDR auf. „Die verpflichteten uns sofort für eine Veranstaltung, und dort rief eine Frau aus dem Publikum, wir seien ja Schrumpfgermanen. So bekamen wir unseren Namen.“

Nach den Anfangs-Erfolgen setzten sich die Soldaten zusammen und beschlossen, auch zukünftig Schrumpfgermanen zu bleiben. Eine Satzung musste auch her, die (bis heute) besagt, dass die Einnahmen der Gruppe nach Abzug der Fahrtkosten gemeinnützigen Einrichtungen in Oldenburg und der näheren Umgebung, aber auch dem Soldatenhilfswerk und der Deutschen Krebshilfe zugute kommen.

Seitdem verzeichnen die originalen (Hinweis darauf, dass es diverse Nachahmer gibt) Schrumpfgermanen bis zu 35 Engagements pro Jahr. Selbst in Dänemark, der Schweiz oder Portugal traten sie auf. „Uns liegt auch eine Einladung zur Steubenparade in New York vor, doch die Reisekosten sind uns zu hoch“, seufzt Paul-Dieter Reck.

15 aktive Schrumpfgermanen zählt die Gruppe inzwischen, mit bis zu 14 tritt man auf. „Es gibt also nie ein Problem, vollständig zu sein“, lacht Reck, der ebenso heute noch aktives Gründungsmitglied ist wie Emil Fuchs und Günther Gerhardt (unter den Hüten) sowie Werner Petershagen (Organisation).

„Die Freude, in der Gruppe unterwegs zu sein, gemeinsam aufzutreten und hinterher das Geld zu spenden – das beweist uns, dass es sich lohnt, für die Schrumpfgermanen die Freizeit zu opfern", resümiert Paul-Dieter Reck. Ans Aufhören denkt darum keiner. „Wir merken, dass wir ankommen und wissen, dass die von uns eingespielten Gelder dringend benötigt werden. Daher machen wir weiter, so lange wie die Gruppe so gut zusammen hält.“

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