OLDENBURG Der Aufsteiger ist mit dezimiertem Kader in die Vorbereitung gestartet. Am Wochenende steht der erste echte Härtetest an.

Von Andreas Naaf OLDENBURG - 49:3 Punkte, 865 erzielte Tore in 26 Spielen, Meisterschaft mit deutlichem Abstand und Aufstieg in die Zweite Liga: Die vergangene Saison der Handballerinnen des VfL Oldenburg II glich einem Triumphzug. Doch inzwischen liegen die Sektflaschen im Altglas-Container, die Freudengesänge sind verklungen – stattdessen bereitet sich das Team von Trainer Markus Stapenhorst derzeit auf eine schwere Saison in Deutschlands zweithöchster Spielklasse vor.

Und rund drei Wochen vor dem ersten Spiel gegen den HSC Magdeburg ist die Lage nicht gerade rosig: Zum einen muss Stapenhorst in der Vorbereitung auf Stefanie Kreft, Jana Looschen und Ariane Mohnhaupt verzichten, die nach Verletzungen noch nicht wieder fit sind. Zum anderen ist der Transfer von Inga Trautmann von Germania List zu den VfL-Frauen wohl endgültig geplatzt. Grund: In Oldenburg ließ sich laut Stapenhorst kein passendes Gymnasium für die angehende Abiturientin finden.

Dennoch lässt sich der Trainer nicht aus der Ruhe bringen. Schließlich sei sein Team auch im der vergangenen Jahr stark dezimiert in die Vorbereitung gestartet. So zeigt sich Stapenhorst durchaus zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Trainingseinheiten: „Die Mädels haben super gearbeitet und sind alle schon recht weit. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Ob die Trainingsleistungen Früchte tragen, zeigt sich beim ersten echten Härtetest am kommenden Wochenende: Dann misst sich die VfL-Reserve beim „Wunderhorn“-Turnier mit Spitzenmannschaften wie dem polnischen Meister SPR Lublin. „Wir sind klarer Außenseiter und wollen vor allem Erfahrungen sammeln“, beschreibt Trainer Stapenhorst seine Erwartungen. „Aber wir wollen auch ein oder zwei Spiele gewinnen“, fügt er hinzu.

Unterstützt wird sein Team dabei von Spielerinnen aus dem Kader der ersten Mannschaft. Dieses Wechselspiel gilt auch für die Ligaeinsätze: fünf bis sechs Bundesliga-Spielerinnen des VfL sollen regelmäßig in der Reserve aushelfen. Deshalb geht Trainer Stapenhorst das Unternehmen Zweite Liga auch selbstbewusst an. „Wir sind stark genug, dürfen uns nicht verrückt machen.“ Es gelte, nicht zu verkrampfen, wenn erste Niederlagen kommen. Grundsätzliches Ziel: die Liga erhalten und möglichst viele Spiele gewinnen.

Wunderhorn-Turnier im Internet

unter www.wunderhorn-turnier.de

Kader des VfL II

Mit elf Spielerinnen ist die Mannschaft von Trainer Markus Stapenhorst in die Vorbereitung zur neuen Saison gestartet. In Stefanie Kreft, Jana Looschen und Ariane Mohnhaupt haben derzeit aber noch drei Spielerinnen mit Verletzungen zu kämpfen. Zum aktuellen Kader gehören:

Torhüterinnen:

Stefanie Kreft

Maren Eckert

Julia Renner

Feldspielerinnen:

Ines Langkabel

Jana Looschen

Doris Janßen

Birthe Barger

Martina Hilgenberg

Vivien Eickhoff

Irena Nürnberg

Ariane Mohnhaupt

Thalke Bitter (A-Jugend)

Deike Heeren (A-Jugend)

Zugänge: Julia Renner

Abgänge: Svenja Blancke, Maren Bohmbach, Nina Bruck

Die Saison 2005/06 beginnt für den VfL Oldenburg II am Sonntag, 11. September, mit einem Heimspiel gegen den HSC 2000 Magdeburg. Sein erstes Auswärtsspiel in der 2. Bundesliga Nord bestreitet das Oldenburger Team am 18. September beim TuS Lintfort.

Beim „Wunderhorn-Turnier“ warten hochklassige Gegner auf die Oldenburger. Der VfL II spielt in einer Gruppe mit Kuban Krasnodor (Russland), HCM Roman (Rumänien), SPR ICom Lublin, Lacznosciowiec Stettin (beide Polen) und dem BSV Buxtehude.

Favorit auf den Gruppensieg ist der amtierende polnische Meister SPR Lublin. Eine gute Rolle wird sicherlich auch die russische Mannschaft Kuban Krasnodar mit der überragenden Spielerin des vergangenen Jahres, Anna Kurepta, spielen. Die Russinnen gehören zu den Stammgästen in Oldenburg.

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