Oldenburg So richtig glücklich sah keiner nach den 90 Minuten aus, aber richtig unzufrieden durfte auch keiner sein: Im vorletzten Hinrundenspiel in der Fußball-Oberliga zwischen dem VfL und Germania Eges­torf-Langreder gab es ein gerechtes 1:1 (0:1). Durch das Remis stehen die Oldenburger nun einen Punkt vor der Abstiegszone, da der zuvor punktgleiche Verfolger aus Uphusen gegen die zweitplatzierten Jeddeloher 2:4 verloren hatte. Zum erhofften Befreiungsschlag wurde das Duell mit dem nun von Platz sieben auf acht abgerutschten Team aus Barsinghausen für den Tabellen-12. aber nicht.

„Wir haben ganz sicher noch nicht genügend Punkte. Selbst wenn wir am nächsten Sonntag in Wunstorf gewinnen, haben wir nur 17 Punkte in der Hinrunde geholt. Ich weiß nicht, ob 34 am Ende zum Klassenerhalt reichen würden“, sagte VfL-Trainer Ulf Kliche, dessen Team in einem Spiel auf schwachem Niveau bis zum Seitenwechsel nicht eine gelungene Offensivaktion fabriziert hatte.

„Es war ein schwieriges Spiel, der Gegner hat gut dagegengehalten“, sagte VfL-Offensivmann Andre Jaedtke. „Das ist Angsthasenfußball“, echauffierte sich Kliche Mitte der ersten Halbzeit an der Seitenlinie. Zu diesem Zeitpunkt lag sein Team schon 0:1 zurück. Nach einem einfachen Ballverlust auf dem rechten Offensivflügel war die linke Abwehrseite der mit einer Dreierkette agierenden Gastgeber in der 15. Minute völlig offen gewesen. Ein Flankenwechsel reichte, und Sebastian Bönig erzielte das 1:0. Viel mehr war von den Gästen aber auch nicht zu sehen.

Nach der Pause gelang den Oldenburgern jedoch schnell das 1:1. Nach starker Vorarbeit von Jaedtke setzte Kai Schröder sich im Laufduell energisch durch. Torwart Markus Straten-Wolf kam nicht entschlossen aus seinem Kasten und wurde von dem Stürmer überlupft (51.). „Ein typisches Schröder-Tor“, meinte Jaedtke zum robusten Körpereinsatz seines Teamkollegen, der die Gastgeber mit seinem Tor etwas aufweckte.

Außer einem von VfL-Keeper Thorben Engelbart entschärften Kopfball nach einer Ecke von Joshua Siegert gab es aber weiterhin lange Zeit beiderseits keine weiteren gelungenen Offensivaktionen. Erst in der Endphase ging es rund. In der 82. Minute vergab Jaedtke nach einem schönen Zuspiel von Patrick Lizius die Führung für die Gastgeber. „Ich wollte den Ball erst in die lange Ecke schieben, habe aber wohl zu lange nachgedacht, was ich mache“, sagte Jaedtke, der frei auf Straten-Wolf zulief, dem Keeper aber den Ball in die Arme schob. Sekunden später traf Schröder nach einer Flanke von Maik Nirwing die Latte.

Bei einem Konter hätte auch Egestorf-Langreder den Siegtreffer erzielen können, doch der Schuss von Tugrancan Singin ging knapp vorbei (89.). „Wir nehmen den einen Punkt mit, hätten aber gerne drei gehabt“, sagte sein Coach Jan Zimmermann. „Wenn man die 90 Minuten betrachtet, geht das 1:1 in Ordnung“, resümierte Kliche – und sah dabei wie sein Nebenmann nicht gerade zufrieden aus.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.