Oldenburg /Hannover Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Nachdem VfL-Sprint-Ass Ruth Spelmeyer am Wochenende bei den Landesmeisterschaften in Hannover ein ganz ordentlicher Saisoneinstand gelungen war, trat sie am Montagabend als Ehrengast beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Fußballer von JFV Nordwest und VfL Oldenburg auf. Im Haus der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, die unter anderem den Fußball in der Stadt wie auch Spelmeyer als Einzelathletin unterstützen, wurde die Leichtathletin für ihre Leistungen im Olympia-Jahr 2016 noch einmal ausgezeichnet.

„So viel vor Glück geweint wie im vergangenen Jahr, habe ich noch nie – aber ich hoffe das noch etwas kommt“, sagte Spelmeyer und ergänzte mit Blick auf ihren Einzug mit Bestzeit (51,43 Sekunden) ins 400-Meter-Halbfinale bei den Olympischen Spielen in Rio: „In nicht einmal einer Minute ist da alles in Erfüllung gegangen, was ich mir als Sportlerin immer gewünscht habe.“

Obwohl sie in Hannover trainiert, bleibe der VfL „mein Verein“, betonte Spelmeyer und bestätigte, dass sie in jedem Fall bis zur EM 2018 in Berlin weitermachen will. „Da bin ich das erste Mal deutsche Jugendmeisterin geworden“, sagte die amtierende 400-Meter-Titelträgerin bei den Frauen und glaubt, dass sie die 51-Sekunden-Grenze knacken kann: „Ich bin der Überzeugung, dass ich noch nicht am Limit bin.“

Bei den Hallenmeisterschaften in Hannover startete die 26-Jährige mit einer Zeit von 24,13 Sekunden über 200 Meter in die Saison, wurde aber überraschend von Laura Gläsner (Eintracht Hannover, 24,11) auf Platz zwei verwiesen. Über 60 Meter hatte die sechsmalige Oldenburger Sportlerin des Jahres (zweimal Nachwuchs, viermal Frauen), die auch bei der laufenden Auflage wieder nominiert ist, zuvor Rang fünf belegt (7,69).

Sehr erfolgreich waren wieder Oldenburgs U-18-Athletinnen. Stabhochspringerin Yentamie Hillebrecht (DSC) stand nach ihrem Satz über 3,00 Meter schon als Siegerin fest, scheiterte danach aber dreimal beim Versuch, ihre Bestleistung auf 3,20 Meter zu steigern.

Vizemeisterin mit der Kugel wurde Kathrin Walter (BTB), die ihren persönlichen Rekord auf 14,23 Meter steigerte und die 14-Meter-Marke sogar noch ein weiteres Mal knackte (14,19). Im Hochsprung wurde die 16-Jährige Dritte (1,64), im Weitsprung Sechste (5,12). Vereinskollegin Belana Hillmann verpasste im Dreisprung mit 10,58 Metern als Vierte nur knapp das Podest. Zwei fünfte Plätze gab es für den BTB durch Annalena Meinen (400 Meter/65,01) und die 4x200-Meter-Staffel (Lina Jäde, Walter, Hillmann, Meinen/1:54,05 Minuten).

Im Stabhochsprung der U 20 musste sich Ketlene Terwey (BTB/2,80) mit Rang vier begnügen. Diesen Platz belegte auch Amelie Kaupert (DSC/4,99) im Weitsprung der W-15-Klasse. Zudem wurde sie Siebte über 60 Meter Hürden (9,57). Die beste W-14-Platzierung gelang Selina Hankel (BTB) im 60-Meter-Lauf. Sie sprintete in Bestzeit (8,28) zu Bronze. Die Hürdenstrecke meisterte sie als Viertschnellste (9,88). Gute Ergebnisse verbuchten auch Aenne Kintz (Stabhochsprung/2,10 Meter/4.), Jule Gimmy (Hochsprung/1,40/9. – Weitsprung/ 4,69/7.) und Antonia Budde (800 Meter/2:36,41/11.).

In der männlichen U 20 belegte Florian Pelzer (BTB) mit 13,30 Metern Rang drei und wurde über 60 Meter Hürden Vierter (9,15). Vereinskollege Jan Gutzeit erreichte Vorlaufzeiten von 7,59 Sekunden über 60 Meter und 24,69 Sekunden über 200 Meter. Einen weiteren vierten Rang gab es in der U 18 durch Jasper Minten (Kugelstoß/12,14). BTB-Kamerad Tim Gutzeit wurde in der M 15 zweimal Zweiter (60 Meter/7,47 – 300 Meter/ 39,94). Als Weitsprung-Vierter (5,61) verfehlte er das Podest nur um acht Zentimeter.


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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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