Oldenburg Die verdiente Stärkung nach dem Finale einer insgesamt gelungenen Saison ließ auf sich warten: Nachdem die Tennisspieler des OTeV ihr letztes Saisonspiel in der 2. Bundesliga Nord am Sonntag bei BW Berlin 3:6 verloren und noch hinter den Rivalen auf Rang vier zurückgefallen waren, lief es auch bei der Restaurant-Suche nicht unbedingt nach Plan. Erst der vierte Anlaufpunkt fiel nach Wunsch aus. Vor den Toren der Hauptstadt musste ein Schnellrestaurant herhalten, um die Kraftreserven wieder aufzutanken.

„Gegen die Berliner fehlte uns vielleicht der allerletzte Biss“, meinte OTeV-Trainer Daniel Greulich passenderweise zum letzten Saisonspiel, für das er den Niederländer Bart van Leijsen ins Team geholt hatte. Dem angeschlagenen Torsten Wietoska wurde der kräftezehrende Tripp in die Hauptstadt erspart. Den 26-Jährigen hatte zuletzt eine Leistenzerrung geplagt. Zudem geht es für ihn nun wieder zum Studium nach England, wo er seine Masterarbeit finalisieren will.

Der aus Groningen stammende van Leijsen hatte in den vergangenen beiden Jahren schon mehrmals in der zweiten und dritten Mannschaft des OTeV gespielt. Bei seinem Debüt im Eliteteam sorgte der 20-Jährige für zwei der drei Oldenburger Punkte. In der ersten Einzelrunde bezwang er den drei Jahre jüngeren Jesper Tull Freimuth 6:3, 4:6, 10:5. „Den muss er auch schlagen, aber er hat das gut gemacht“, lobte Greulich.

Stefan Seifert (30) unterlag dem Franzosen Mathieu Rodrigues 3:6, 4:6, weil er seine vielen Breakchancen nicht konsequent nutzte. Mattis Wetzel (25) musste sich an Position vier Laslo Urrutia Fuentes 6:7 (5:7), 4:6 geschlagen geben. „Sein Gegner hatte bei vielen Linientreffern auch ein bisschen Glück, aber Mattis fehlte auch die letzte Spritzigkeit“, meinte Greulich.

In der zweiten Einzelrunde unterlag Michel Dornbusch an Position eins dem Portugiesen Pedro Sousa 1:6, 4:6. „Michel kommt einfach nicht in den schmerzfreien Bereich“, sagte Greulich mit Blick auf die Schulterprobleme, die den 24-Jährigen plagen und insbesondere beim Aufschlag behindern. „Er war wie sein Gegner im Return sehr stark. Dementsprechend gab es viele Breaks“, erklärte Greulich und ergänzte: „Ganz ohne Aufschlag geht es auf diesem Niveau halt nicht.“

Während Lasse Muscheites (19) an Position fünf dem favorisierten Friedrich Klasen gut Paroli bot, sich dem vier Jahre älteren Berliner aber 1:6, 6:4, 4:10 geschlagen geben musste, füllte Jonas König seine Rolle im OTeV-Team einmal mehr erfolgreich aus. „Er hat in der gesamten Saison den Part gespielt, den wir uns von ihm erhofft haben“, meinte Greulich über den 25-Jährigen, der durch ein 6:4, 7:6 (7:4) gegen Bastian Wagner die Hoffnung aufrechterhielt, das Duell in den Doppel-Partien noch drehen zu können.

Wetzel, der seine Saison-Bilanz damit auf 7:0 Siege ausbaute, gewann mit van Leijsen gegen Florian Jeschonek und Freimuth souverän 6:2, 6:1. „Auch in den anderen Partien war etwas drin“, meinte Greulich, doch die Wende gelang nicht. Dornbusch/König unterlagen Sousa und Urrutia Fuentes 4:6, 6:7 (2:7). Seifert und Muscheites mussten sich Rodrigues und Klasen 4:6, 3:6 geschlagen geben.

„Dass der Klassenerhalt so früh feststand, hat etwas die Spannung herausgenommen – aber wir haben insgesamt eine tolle Saison gespielt und Werbung für das Tennis betrieben“, resümierte Greulich. „Vielleicht können wir unseren Fans zum 111-jährigen Bestehen des OTeV im nächsten Jahr noch etwas mehr bieten“, ergänzte der Trainer, ehe es die verdiente Stärkung im Schnellrestaurant gab.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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