Haareneschviertel Auf zwei „turbulente und arbeitsreiche Jahre“ blickte Dr. Beate Bollmann auf der Delegiertenversammlung des Oldenburger Turnerbundes (OTB) zurück. Wegen der Umstellung des Haushalts- und Rechnungswesens des OTB auf eine kaufmännische Bilanzbuchhaltung konnte erst im November dazu eingeladen werden. „Doch jetzt ist allmählich auch wieder mehr Ruhe und Routine in der täglichen Arbeit von Vorstand und Geschäftsstelle eingetreten“, berichtete Bollmann als Vorstandsvorsitzende des OTB, der mit rund 4500 Mitgliedern der mitgliederstärkste Verein in Oldenburg ist.

Uwe Schmidt, Vorstand Finanzen, legte für 2016 einen nahezu ausgeglichenen Rechnungsabschluss mit einer Bilanzsumme von 3,97 Mio. Euro und einem Jahres-Fehlbetrag von 257 000 Euro vor. Auf Antrag der Rechnungsprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Wegen dringender Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an und in den vereinseigenen Sportanlagen mit Kosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro hält Schmidt eine Beitragserhöhung im nächsten Jahr für erforderlich, falls erwartete Zuschüsse niedriger ausfallen oder erst später zur Auszahlung kommen. Ohnehin sei eine Finanzierung nur mit Zuschüssen der Stadt und des Landes sowie langfristiger Fremdfinanzierung möglich.

Als wichtigste Ressource des OTB neben engagierten Übungsleiterinnen und -leitern nannte Beate Bollmann die vereinseigenen Hallen, deren baulicher Zustand jedoch zunehmend Sorgen bereite. „Sie sind in die Jahre gekommen, so dass ein erheblicher Sanierungsbedarf besteht“, stellte sie fest. Ein Problem hierbei sei, dass die Sportförderung des Landes zugunsten von Projekten in anderen Teilen Niedersachsens deutlich zurückgefahren worden sei und diese Zuschussmittel nun nicht zur Verfügung stehen würden.

Eine wichtige Rolle spiele auch die weitere Nutzung der ehemaligen Kasernenhalle in Donnerschwee für den Rollsport. Aktuell habe sich herausgestellt, dass ein sportlicher Betrieb in der Halle aus baurechtlichen Gründen über kurz oder lang nicht mehr möglich sein werde. „Wir wissen, dass die Halle nicht mehr zum Verkauf steht. Inwieweit und wann unser Sportbetrieb davon betroffen sein wird, wissen wir noch nicht“, berichtete Bollmann. Sie dankte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der dem OTB bei der Suche nach Alternativen seine Unterstützung zugesagt hat.

Klar und deutlich definierte Beate Bollmann die Ziele des Vereins für die Zukunft: Nicht nur das Fortbestehen bereits vorhandener Angebote müsse gesichert, sondern dem OTB auch eine weitere sportliche Entwicklung ermöglicht werden. Außerdem müsse den Mitgliedern verstärkt vermittelt werden, wie interessant ehrenamtliches Engagement sein kann. Denn es werde immer schwieriger, ehrenamtliche Kräfte zur Unterstützung der Arbeit in allen OTB-Abteilungen zu finden, bedauerte Bollmann. So sei der Posten des Vorstands Turnen seit dem Frühsommer noch immer vakant.

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