OLDENBURG Mit zwei Titeln im Gepäck kehrten die Oldenburger Nachwuchs-Leichtathleten von den Landestitelkämpfen der U 16 und U 20 zurück. 731 Starterinnen und Starter von 155 Vereinen aus Niedersachsen und Bremen ermittelten in Celle ihre diesjährigen Meister. Die Bilanz der Mädchen und Jungen von BTB, DSC, OTB und VfL konnte sich nach Abschluss der zweitägigen Wettkämpfe sehen lassen. Neben den beiden Siegen für den DSC durch Friedelinde Petershofen und die 4 x 100-Meter-Staffel gab es sieben weitere Podiums- sowie zahlreiche weitere gute Endkampfplatzierungen.

„Mit dem Staffelsieg haben wir eigentlich schon gerechnet – nur weiß man ja nie, ob der Stab überhaupt im Ziel ankommt“, sagte Thea Schmidt, die mit Constanze Hungar, Lara Diekmann und Pia-Sophie Ptaszynski in 48,95 Sekunden als einzige Staffel unter 50 Sekunden blieb.

Schröder wird Zweite

„Wir sind froh, dass endlich wieder eine Zeit unter 49 Sekunden herausgekommen ist – für mich hat es sich somit gelohnt, zugunsten der Staffel keine 100 Meter zu laufen und mich dadurch zu schonen“, sagte Thea Schmidt, die im Weitsprung dagegen alles gab, um auch in dieser Disziplin die Qualifikation für die deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach (20. bis ‐22. Juli) zu schaffen.

„Eigentlich hat niemand mehr an die Norm geglaubt. Um so größer war die Freude, als ich im fünften Versuch das Brett optimal getroffen habe und über die geforderten 5,80 Meter gesprungen bin“, sagte die 18-Jährige, die mit ihren 5,82 Meter knapp hinter Sophia Machill (LG Nordheide, 5,86) auf Rang zwei landete. „Danach ist eine große Anspannung von mir abgefallen, weil ich ja vor einem Jahr die Norm nur um einen Zentimeter verfehlt hatte und wusste, dass ich die Weite eigentlich drauf habe.“

Die DM-Norm schaffte im Stabhochsprung der U 20 auch Petershofen. Zehn Tage zuvor hatte sie mit einer Wettkampfleistung von 3,45 Meter schon ihre Verbesserung angedeutet, nun übersprang sie bei ihrem Sieg in Celle im ersten Versuch 3,50 Meter und im zweiten Anlauf sogar 3,60 Meter. Mit dieser Höhe ist sie in der deutschen U-18-Bestenliste aktuell Siebte. „Friedelinde hat sich im entscheidenden Moment gesteigert, nun muss sie sich in diesem Leistungsbereich stabilisieren“, zeigte sich Trainer Martin Hillebrecht zufrieden.

Beständig zeigte sich Lisa Schröder (OTB) im Hochsprung der U 20. Die 16-Jährige übersprang im ersten Versuch die 1,68 Meter, stellte damit ihre Bestleistung ein und wurde Vizemeisterin. Zwei Zentimeter fehlen zur DM-Norm. Diese könnte sie noch bei der Norddeutschen Meisterschaft an diesem Wochenende in Rostock schaffen.

Wigger zeigt Vielseitigkeit

Speerwerferin Fenja Mager (DSC), zurzeit Fünfte der deutschen U-18-Bestenliste, musste sich nur der in dieser Wertung führenden Berit Wernicke (LG Fallingbostel) geschlagen geben. Mit 41,35 Meter lag sie am Ende nur gut einen halben Meter hinter ihrer Dauerkonkurrentin.

In den Sprintwettbewerben der U 20 wurde Constanze Hungar Dritte über 100 Meter (12,42) und landete auf der doppelt so langen Strecke auf Rang vier (26,09) vor der achtplatzierten Lara Diekmann (27,07). Pia-Sophie Ptaszynski blieb im 100-Meter-Vorlauf erstmals unter 13 Sekunden (12,93). In der gleichen Altersklasse wurde Natalie Walter (BTB) in 11:43,89 Minuten Fünfte über 3000 Meter.

Erfreuliche Leistungen und gute Platzierungen gab es auch bei den jüngsten Oldenburgerinnen. In der W 14 kam Rike Wigger (BTB) auf gleich drei Endkampfplatzierungen. Sie bewies ihre Vielseitigkeit unter anderem mit vierten Plätzen in Weitsprung (5,07) und Speerwurf (29,67) sowie Rang sechs im Diskuswurf (23,03). Pauline Johannes (DSC) wurde im Weitsprung Siebte (4,92).

BTBer doppelt erfolgreich

Die besten Ergebnisse aus Oldenburger Sicht in der männlichen U 20 erzielten Lukas Deserno (BTB) und Julian Hartung (DSC). Ersterer erkämpfte sich über 200 Meter in neuer persönlicher Bestzeit (22,77) die Endlaufteilnahme und wurde in 23,00 Sekunden Siebter. Gute 44,52 Meter brachten ihm den zweiten Platz mit dem Diskus. Starke 15,00 Meter mit der Kugel reichten zu Rang drei.

Auf den „letzten Drücker“ erlief sich Hartung über 400 Meter die DM-Qualifikation. Er unterbot in Celle mit 51,47 Sekunden die in der U 18 geforderte Norm um drei Hundertstel und wurde damit Dritter. „Somit hat sich Julian schon in seinem ersten U-18-Jahr die Teilnahme an der DM gesichert – wir freuen uns, dass wir ihn nun dabei haben“, sagte Thea Schmidt: „Schließlich hat er ja auch nie die Chance, sich über die Staffel zu qualifizieren.“

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