OLDENBURG Er machte es mächtig spannend, aber letztlich setzte sich seine Leistungsstärke doch durch: Lukas Deserno vom Bürgerfelder TB hat sich bei der Norddeutschen Meisterschaft der weiblichen und männlichen U 16 und U 20 in Berlin-Lichterfelde den Titel mit dem Diskus gesichert. Der 18-Jährige hatte jedoch Glück, dass das Interesse an der Meisterschaft aufgrund der Ferien- und Urlaubszeit eher gering war. Was allerdings nicht bedeutet, dass es Deserno an leistungsstarken Rivalen fehlte. Wären aber mehr Kontrahenten am Start gewesen, wäre es gar nicht zum letztlich siegbringenden Wurf gekommen.

„Das war ganz dramatisch“, blickt Deserno auf den Wettkampf zurück, bei dem ihm seine Nervosität zunächst einen großen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. „Es lag vor allem daran, dass ich mit der besten Weite gemeldet war. So war der Druck größer als sonst“, sucht der BTBer nach einer Erklärung dafür, dass er zunächst drei ungültige Versuche ablieferte.

In einem größeren Teilnehmerfeld wäre Deserno damit ausgeschieden. Da aber in einem Feld von bis zu acht Athleten allen Sportlern sechs Versuche zustehen, hatte der Oldenburger im nur aus fünf Athleten bestehenden Feld in Berlin noch die Möglichkeit, seine Nervosität in den folgenden drei Würfen in den Griff zu bekommen.

In seinem fünften Versuch schleuderte der 18-Jährige den 1,75 Kilogramm schweren Diskus auf 46,02 Meter. Diese Weite bedeutete neue persönliche Bestleistung und eine Steigerung seiner Weite von der Landesmeisterschaft um 1,5 Meter. Etwas zittern mussten Deserno und sein Trainer Carsten Fröhle noch beim letzten Versuch von Lorenz Kaufhold (Ratzeburger SV). Dieser steigerte sich jedoch „nur“ auf 45,93 Meter.

Nach dem Diskus-Triumph blieb Deserno im Kugelstoßen etwas unter seiner Zielsetzung. Nachdem er Ende Juni bei der Landesmeisterschaft in Celle noch eine neue Bestleistung von 15,00 Metern aufgestellt hatte, landete die 6-Kilogramm-Kugel nun bei 14,22 Metern. Dies reichte dennoch zu Rang zwei hinter Phillipp Setzpfand (15,06/TSV Schönberg). Über 200 Meter wurde Deserno mit 23,44 Sekunden Vorlaufzweiter. Beim Einlaufen für das Finale zog sich der BTB-Mehrkämpfer allerdings eine leichte Verletzung zu und musste auf eine Teilnahme verzichten.

Neben Deserno vertraten Natalie Walter (ebenfalls BTB) und Lisa Schröder (OTB) Oldenburgs Leichtathleten in Berlin. Letztere nutzte den Hochsprung der U 20 als Test für ihren noch kommenden Saisonhöhepunkt, die deutsche Mehrkampfmeisterschaft Ende August in Hannover. Die 15-Jährige wurde mit 1,62 Meter Sechste – beim Siebenkampf in Hannover sollen es in ihrer stärksten Disziplin noch ein paar Zentimeter mehr werden. „Da wir im Training momentan sehr an der Schnelligkeit gearbeitet haben, gibt es Anlaufprobleme, die wir unter Wettkampfbedingungen am besten in den Griff bekommen können“, erläutert ihr Trainer und Vater Uwe Schröder.

Natalie Walter kam über 2000 Meter Hindernis als Vierte in 8:25,18 Minuten ins Ziel und blieb damit aufgrund einer Erkältung deutlich unter ihrer Zeit, die sie bei der U-20-Landesmeisterschaft (8:04,60) gelaufen war.

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