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A293 in Oldenburg
Spätestens Freitag wieder freie Fahrt auf der Autobahn

Oldenburg Eine Ausbildung zum Bankkaufmann stellen sich die meisten wenig spektakulär vor. Vielleicht springt der Auszubildende Lasse Maas gerade deswegen in seiner Freizeit mit einem Brett an den Füßen über Rampen und Hindernisse im Wasser.

Wakeboarden nennt sich der Sport und der 19-jährige Oldenburger beherrscht ihn weltmeisterlich: vom 9. bis 11. Oktober nahm er an den Wakeboard-Weltmeisterschaften in Abu Dhabi teil – und holte sich den Titel. Damit gerechnet hat er allerdings nicht: „Ich dachte es wär’ einfach cool, mal nach Abu Dhabi zu fliegen, sich die Stadt anzuschauen und an der Meisterschaft teilzunehmen“, erzählt er. Dass er bei seiner ersten Teilnahme an einem großen internationalen Turnier gleich Weltmeister wird, hat wahrscheinlich niemand erwartet.

Viele seiner stärksten Konkurrenten kommen ebenfalls aus Deutschland. „Ich hatte das Gefühl, dass es schwieriger ist Deutscher Meister zu werden, als Weltmeister“, sagt Maas und lacht. Bei den deutschen Meisterschaften wurde er neunter.

Seit sieben Jahren betreibt er den Sport jetzt. Ein Freund hatte ihn dazu eingeladen, es einmal auszuprobieren. „Ich bin mitgekommen und hab mit Wasserski angefangen. Das lief so gut, dass ich dann bald zum Wakeboard gewechselt bin“, sagt Maas.

In den Ferien, am Wochenende und im Urlaub trainierte er diszipliniert an seinem „Homespot“ in Hooksiel. Im Winter zieht es ihn in wärmere Gegenden, wo er dann trainieren kann. „Das Wichtigste ist aber, dass man Spaß an der Sache hat. Wenn man total verbissen ist, klappt überhaupt nichts“, erklärt er.

Das Training ist aber auch nicht ganz ungefährlich: „Wasser kann bekanntlich ganz schön hart sein. Bei einem Sturz ist mein Helm zerbrochen und ich hatte Kopfschmerzen. Da war ich froh, dass ich den Helm aufhatte.“

Aber worauf kommt es bei einer Weltmeisterschaft überhaupt an? Bewertet wird, wie abwechslungsreich und schwierig die Tricks sind. Fährt man sauber, bessert das die Punktzahl ebenfalls auf. „Man muss, einfach gesagt, einen guten Gesamteindruck machen“, so Maas. Damit das gelingt, müsse man einen Mittelweg zwischen Kraft und Technik finden. „Wichtig ist, dass man ein Gefühl für das Board hat und die Kontrolle behält“, erklärt er.

Im nächsten Jahr möchte Lasse Maas auf jeden Fall wieder nach Abu Dhabi zu den Weltmeisterschaften reisen und seinen Titel verteidigen. Langweilig wird ihm der Sport jedenfalls nicht: „Es ist eine super Methode, um den Kopf frei zu kriegen. Es macht mir soviel Spaß, dass ich gar nicht mehr damit aufhören möchte.“

Christopher Hanraets Redakteur / Redaktion Varel
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