Oldenburg /Witten Ihre Extraklasse haben einmal mehr die Tänzerinnen der Formationen „2faces“ vom OTB und „Suplimento“ vom Hundsmühler TV bei den Deutschen Meisterschaften im Bereich Dance unter Beweis gestellt. Bei den Titelkämpfen im nordrhein-westfälischen Witten landete die Auswahl vom Turnerbund hinter der frisch in die Altersklasse 30+ aufgestiegenen Gruppe „Imago“ aus dem hessischen Überau auf Rang zwei. Mit knapp zwei Zehnteln Rückstand zu den Rivalinnen aus der Stadt landete das HTV-Team punktgleich mit den „Atlas Dancer Leipzig“ auf Rang drei.

„Nach dem Titel 2017 nun also der Vizetitel, glücklicher kann eine Truppe fast nicht sein“, meinte OTB-Trainerin Susanne Köster zum Erfolg ihrer Schützlinge, die im Sommer hart für diesen Erfolg arbeiten mussten. Durch den Ausfall von Corina Paradies (Sehnenabriss in der Schulter) musste die Choreographie mit dem Thema „Warteschleife“ von acht auf sieben Tänzerinnen umgestellt werden. Köster hatte die Gelegenheit dazu genutzt, gleich einige Passagen komplett zu verändern, „um die Chance auf ein gutes Ergebnis zu erhöhen“.

Im Vorkampf schafften die OTB-Tänzerinnen Jekaterina Smolina, Katja Leinau, Mareike Juds, Frauke Würtz, Carina Matzel, Maren Zörner und Bianca Matzel wie die anderen Teams, die später die vorderen Plätzen belegen sollten, den direkten Sprung ins Finale. Vier weitere Mannschaften lösten in der Zwischenrunde das Ticket, sollten mit der Titelvergabe aber nichts zu tun bekommen.

„Nach einem letzten Training, einem gemeinsamen Abendessen und einer kurzen Nacht folgte am Sonntag der gesamte Ablauf erneut. Schminken, Kostüm anziehen, Einmarsch aller Finalisten, die Nationalhymne wird gespielt, dann werden der Jury und dem Publikum erneut die schönsten Tänze aus ganz Deutschland präsentiert“, zählte Köster auf, was alles zu einem Wettkampftag gehört. Ihre Formation musste fast bis zum Ende des Wettstreits der acht besten Teams warten, zeigte dann aber noch einmal ihr ganzes Können. „3:15 Minuten voller Power“, sagte Köster zum Auftritt der Mannschaft um Kapitänin Juds, die mit ihrem Auftritt im positiven Sinn den Rahmen sprengte und danach gespannt auf die Verkündung des Endergebnisses wartete.

„Bei der Siegerehrung hätte man eine Stecknadel fallen hören können“, meinte die OTB-Trainerin, die mit ihren Tänzerinnen überglücklich über den zweiten Platz war. Es flossen Tränen der Freude. Auch bei Paradies, „die so gerne mitgetanzt hätte“.

Auch die Dauerrivalinnen vom HTV waren zufrieden mit ihrem Abschneiden. „Suplimento freut sich erneut über die höchste Note in der technischen Ausführung“, meinte Helena Kaukinen.

Die OTB-Tänzerinnen schmiedeten auf der Rückfahrt schon Pläne für die nächste lange Tour. Am letzten September-Wochenende stehen in Sersheim bei Stuttgart die Deutschen Meisterschaften in Gymnastik und Tanz auf dem Programm. Dort wollen die „2faces“ als amtierender Landesmeister neben ihrem Tanz auch ihre nagelneue Gymnastikkür mit Reifen und Bällen präsentieren. „Bis dahin gibt es noch einiges zu tun – also geht es seit dem Sommer deutlich häufiger in die Trainingshalle als sonst – von nichts kommt nichts“, sagt Köster. Das wissen auch ihre Tänzerinnen, die sich schon lange kennen, ganz genau.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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