Oldenburg /Wilhelmshaven Jonas König hat die besten Argumente für seine Aufstellung geliefert: Siege. Der 28-Jährige vom Oldenburger TeV ist zehn Matches in Folge ungeschlagen und seit knapp einer Woche niedersächsischer Landesmeister. An diesem Sonntag (11 Uhr) tritt er mit dem Tennis-Regionalligisten beim Wilhelmshavener THC an. „Ich habe Bock drauf“, sagte König nach dem Erfolg im Finale der Titelkämpfe auf Landesebene gegen Teamkollege Tillmann Erdbories.

Entscheiden muss OTeV-Trainer Daniel Greulich. Der hält sich in der Frage nach seiner Aufstellung bedeckt. „Wir haben ja ein paar Möglichkeiten, aber wir werden genügend bewährte Kräfte dort aufbieten und an den Grundstrukturen nicht großartig etwas verändern“, sagt der Coach vor dem Spitzenduell beim Rivalen von der Küste.

Duell um Meisterschaft

Die Gastgeber gelten nominell als Favorit. Der Aufsteiger spielt mit mehr ausländischen als heimischen Kräften. Andererseits haben die Oldenburger aber die bessere Ausgangslage, sind mit 6:0 Punkten Tabellenführer.

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Der auf Position drei liegende WTHC (4:2 Punkte) müsste hoch gewinnen, um am letzten Spieltag bei Punktegleichstand aus eigener Kraft die Meisterschaft gewinnen zu können. Dann empfängt das Greulich-Team den TC Blau-Weiß Berlin, der mit ebenfalls 4:2 Punkten derzeit den zweiten Platz belegt.

WTHC-Mannschaftsführer Vladan Vasiljevic könnte zum vierten Mal in Folge aufsteigen. Er stellt den Erfolg über den Aufbau eigener Talente, auch wenn er sagt: „Ich habe nichts dagegen, nachhaltig daran zu arbeiten, eigene Spieler aufzubauen. Das ist aber nicht so einfach. Viele Spieler gehen nach Oldenburg, wenn sie ein gewisses Niveau erreicht haben, weil sie dort bessere Trainingsbedingungen haben.“

Das stimmt wohl, und es ist ein Vorteil des OTeV: Greulich bindet als Trainer der Tennisregion Jade-Weser-Hunte Talente auf der Anlage des Clubs. Oft wechseln Jugendliche aus der Umgebung dorthin, weil sie ein Umfeld vorfinden, in dem sie sich mit anderen guten Spielern ihres Alters messen können.

Vier Ausländer

Vasiljevic finanziert das WTHC-Team nach eigenen Angaben selbst. Er ist Zahnarzt. Am Sonntag schlagen vermutlich erneut vier Ausländer für die Wilhelmshavener auf. „Die alte Konstellation ist dabei, die ist ja gut genug“, sagt der 40-jährige Mannschaftsführer.

Nummer eins Oriol Roca-Batalla steht als 374. am höchsten in der ATP-Weltrangliste. Der Spanier stieg 2013 mit den Oldenburgern in die 2. Bundesliga Nord auf, war 2014 aber nicht mehr dabei. Mit Lasse Muscheites, Mattis Wetzel und Michel Dornbusch spielte Roca-Batalla Doppel. Während Muscheites und Wetzel nun eher Optionen für die Doppel des OTeV sind, fällt Kapitän Dornbusch aus. Er wurde vor wenigen Wochen erfolgreich am Knie operiert.

Fraglich ist, wie Greulich Dornbuschs Fehlen kompensiert und ob Juan Pablo Paz (Argentinien, ATP 615) bereit für das Topspiel ist. Roca-Batallas Name klingt auf Spanisch wie eine Kampfansage. „Roca“ heißt Fels, „la batalla“ ist die Schlacht. Auf letztere müssen sich die Oldenburger einstellen.

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