Oldenburg Wenn am Feldrand eine Lehrerin als Trainerin steht, muss ein Team eins ganz sicher mitbringen: die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen. Und die U-13-Volleyballer des OTB zeigten bei den Nordwestdeutschen Meisterschaften in Ibbenbüren, dass sie zu Lerneffekten fähig sind, und sicherten sich mit einer starken Leistung den Titel.

Wer gehört zum U-13-Team des Oldenburger TB?

Die sechs Spieler Tom Müller, Theo Schulze, Anton Vogel, Erik Bergström, Florin Juschka und Joshua Henkel sorgten für den Triumph im Tecklenburger Land. Letzterer ist Kapitän und wurde zum besten Spieler des Turniers gekürt. Mutter Sonja Henkel trainiert die Auswahl.

Warum engagiert sich Sonja Henkel als Trainerin?

Dass ihr Sohn zu den Spielern zählt, sei „natürlich auch ein Grund“, erklärt die Sportlehrerin vom NGO. „Aber es war eigentlich auch so irgendwie klar, dass ich früher oder später beim OTB, in dem ich inzwischen seit 25 Jahren als Spielerin tätig bin, auch als Trainer einsteigen würde.“ Wie Hella Faß, mit der sie unter anderem 2016 die Ü-37-Beachvolleyball-DM gewann und Vierte bei der Oldenburger Sportlerwahl wurde, gehört sie zum Landesliga-Kader der dort auf Rang zwei liegenden zweiten Frauenmannschaft des OTB.

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Was war der erste Lerneffekt ?

Mitte Januar war ihr Team an gleicher Stelle bei den Titelkämpfen dieser Altersklasse (Jahrgänge 2008 und jünger) auf Bezirksebene hinter dem Nachwuchs des VCB Tecklenburger Land „nur“ Zweiter geworden. „Die Revanche sollte uns leider nicht gelingen, dafür kam es besser“, sagt Henkel mit Blick darauf, dass ihr Team die richtigen Schlüsse gezogen hatte und nun ganz vorn landete. Die „Tebu Kidz“ mussten sich mit Rang vier begnügen – ein direktes Duell gab’s diesmal nicht.

Wie liefen Vor- und Zwischenrunde für den OTB?

Im ersten Spiel gegen den TV Baden waren die Oldenburger noch nicht ganz wach, ließen sich von gepritschten Bällen in jede Ecke aus dem Konzept bringen und spielten nur 1:1 (25:22, 21:25). Ein klares 25:14, 25:8 gegen den USC Braunschweig II reichte aber, um als Gruppensieger in die Zwischenrunde einzuziehen. Dort ließ ihr Team die TSV Giesen Grizzlys „eher wie Waschbären aussehen“, sagt Henkel mit einem Schmunzeln. Ein 25:14, 25:16 brachte den Einzug in die Runde um die Plätze eins bis drei. „Dies allein war für die Jungs schon ein großer Erfolg“, meint die Trainerin.

Was waren die nächsten Lerneffekte?

Mitte Februar bei den Nordwestdeutschen Meisterschaften der U 14 hatten die Oldenburger (am Ende 4. Rang) gegen die erste Mannschaft aus Braunschweig (1.) und die SVG Lüneburg (2.) jeweils 0:2 verloren. In der U-13-Endrunde lief es gegen die gleichen Gegner viel besser. „Die Jungs wuchsen über sich hinaus, spielten hochkonzentriert und setzten taktische Anweisungen gekonnt um“, lobt Henkel, deren lernwillige Schützlinge mit mutigem Spiel ein überraschend klares 25:13, 25:17 gegen die Braunschweiger herausspielten.

Wann wurden die finalen Lerneffekte sichtbar?

Da Lüneburg ebenfalls den USC bezwang, war das letzte Spiel ein richtiges Finale. Die OTBer machten einfach weiter, gewannen Satz eins 25:17, ehe im zweiten die Kraft nachließ. Nach einem 16:19 brachten Auswechslungen, die gut funktionierten, und Auszeiten, die im Nullkommanix weitere Lerneffekte nach sich zogen, das Team wieder in die Erfolgsspur. Ein 25:22 realisierte den Titeltraum.

Wie lautet das Fazit von der Trainerin und Lehrerin ?

„Wir waren nicht unbedingt die beste Mannschaft, haben im entscheidenden Moment aber mannschaftlich geschlossen alles gegeben und gekämpft“, meint Trainerin Henkel: „Ich bin mehr als zufrieden und total stolz auf die Sechs – damit habe ich nicht unbedingt gerechnet.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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