Oldenburg Wenn über 350 Zuschauer in der Haarenesch-Halle mit stehenden Ovation die Protagonisten minutenlang feiern, dann war etwas Großes passiert. Denn das nach elf Jahren sehnlichst erwartete erste Derby zwischen den Volleyballern des Oldenburger TB und der VSG Ammerland in der Regionalliga lieferte alles, was ein solches Duell bieten kann. Am Ende setzte sich der OTB knapp mit 3:2 durch.

„Wir sind super zufrieden mit der Leistung, aber auch, dass wir uns, als wir am Boden lagen, zurückgekämpft haben“, sagte OTB-Trainer Panos Tsironis, der auch beim letzten Duell an der Seitenlinie stand. „Eigentlich haben wir das Heft in der Hand und sind obenauf, nachdem wir den Zweisatzrückstand revidieren. Aber am Ende entscheiden natürlich Kleinigkeiten, wenn der Tiebreak 16:14 ausgeht“, meinte VSG-Trainer Torsten Busch, der ebenso beim letzten Derby sein Team führte.

Gleich von Beginn an zeichnete sich ein spannendes Spiel ab. Während beide Mannschaften zunächst keine Punkteserien starteten, lieferten sich vor allem die Angreifer spektakuläre Bälle. Sowohl Thomas Adelmann als auch Jens Zander setzten sich auf VSG-Seite immer wieder gegen den OTB-Block durch, während Maximilian Pelle und Jason Prostka bei den Oldenburgern für Punkte sorgten. Erst durch den starken Jan Hartkens, der sich im Mittelblock immer wieder durchsetzte, erspielte sich der OTB eine Führung zum 21:16. Adelmann brachte durch eine Aufschlagserie noch mal die VSG auf Tuchfühlung, verhinderte aber nicht den Satzgewinn (25:23) für den OTB.

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Frühzeitig zogen die Oldenburger dann im zweiten Abschnitt davon und Busch hatte beim Stand von 9:3 für den OTB schon zwei Auszeiten und Wechsel vorgenommen. Auch dieser Satz (25:23) ging an den OTB. Es drohte eine deutliche Niederlage für den Tabellenersten und Favoriten aus dem Ammerland zu werden.

Doch Busch brachte Routinier Dirk Achtermann und der zahlte seinem Trainer das Vertrauen doppelt zurück. Der Angreifer punktete über die Außenposition nach Belieben und stabilisierte zusammen mit seinem Bruder Lars die Annahme, sodass der Favorit das Spielgeschehen auf den Kopf stellte (25:21 im dritten und 25:21 im vierten Satz). Die Spannung im Derby schlug sich auch emotional auf die Spieler nieder, so musste das Schiedsgericht jeweils beide Teams mit einer roten Karten (Punktgewinn für den Gegner) bestrafen.

Die VSG, die nun oben auf war, bestimmte das Spiel und führte im Tiebreak mit 9:7. „Der Druck war enorm, aber die Spieler haben trotz ihres jungen Alters diesem getrotzt. Das macht mich sehr stolz“, lobte Tsironis. Vor allem Pelle, der in der gesamten Partie zum wichtigsten OTB-Spieler avancierte, setzte sich im letzten Satz immer wieder durch. Beim Stand von 14:14 erzielten er und Prostka durch zwei Blockpunkte die Entscheidung in einem Derby, das die Erwartungen von über 350 Zuschauern deutlich übertraf.

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