Oldenburg Das Spiel der Spiele steht für die Volleyballer der OTB in dieser Regionalliga-Saison schon am zweiten Spieltag auf dem Programm. Nachdem sich die beiden Mannschaften in der Vergangenheit immer wieder packende Duelle geliefert haben, empfangen die Oldenburger an diesem Samstag (20 Uhr, Sporthalle Haarenesch) die Nachbarn von der VSG Ammerland zum Derby.

„Fühlt sich an wie ein Saisonneustart“, meint OTB-Trainer Lars Drantmann mit Blick darauf, dass der etatmäßige Zuspieler Nils Galle aus dem Urlaub zurück ist. Er fehlte bei der 1:3-Auftaktniederlage beim USC Braunschweig II. Dort sei sichtbar gewesen, dass „das junge, wilde und manchmal unerfahrene OTB-Team“ mit den vorgenommenen Veränderungen überfordert war, sagt Drantmann, der im Sommer den Trainerposten mit Jörg Johanning von dem nach Griechenland zurückgekehrten Panos Tsironis übernommen hatte.

Beim Prestigeduell mit den Ammerländern kann das Gespann nun „auf altbewährte Aufstellungen zurückgreifen – was bei einem Durchschnittsalter von unter 21 Jahren schon fast komisch klingt“, erklärt Drantmann und ergänzt: „Es freut uns riesig, dass die Früchte der langjährigen Jugendarbeit sich jetzt auch im Kader der ersten Mannschaft widerspiegeln.“

Während die vielen Talente des Turnerbunds gemeinsam in der Jugend viele Erfolge feierten, kann auch Trainer-Urgestein Torsten Busch bei der VSG auf einen eingespielten Kader zurückgreifen. „Die Ammerländer verfügen immer über ein herausragendes Block-/Abwehrspiel und eine mehr als solide Annahme“, zollt Drantmann dem Rivalen Respekt.

In der vergangenen Saison spielten beide Teams lange um die Meisterschaft mit, bis die VSG durch ein 3:0 im Heimderby im Februar die Aufstiegsträume der Oldenburger ganz fein filetierten. „Wir sind lange genug dabei um zu wissen, an welchen Schrauben wir drehen müssen, um diesen favorisierten Gegner zu schlagen“, sagt Drantmann und ergänzt: „Das erfordert aber taktische Disziplin und manchmal auch kühlen Kopf, was sicher durch die äußeren Umstände nicht unbedingt gefördert wird.“

Großes Zuschauerinteresse und Spielerwechsel zwischen den Nachbarn haben immer wieder zu einer „gesunden Rivalität geführt“, wie der OTB-Trainer es nennt. In diesem Sommer haben Jannis Jargow und Simon Adelmann dem Turnerbund den Rücken gekehrt und sind ins Ammerland gewechselt. „Wir können nicht versprechen, dass sie mit viel Applaus empfangen werden“, sagt Drantmann mit einem Augenzwinkern.

Der Trainer schiebt dem Rivalen die Favoritenrolle zu, glaubt aber natürlich an eine Chance. Im Hinspiel der vergangenen Saison hat es auch gegen die VSG geklappt. Nach einem 3:2-Thriller wurden die Gastgeber von mehr als 350 Zuschauern in der Haarenesch-Halle gefeiert. „Wenn der Funke vom Team auf das Publikum überspringt und die Vorgaben umgesetzt werden, ist alles möglich“, weiß Drantmann und ergänzt: „Zumal der Druck sowieso beim erklärten Meisterschaftsfavoriten liegt – denn wir haben nicht gesagt, dass wir Meister werden wollen.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.