Oldenburg /Viöl Nicht ganz unerwartet mussten sich die Handballerinnen des VfL Oldenburg II deutlich mit 26:34 Drittliga-Tabellenführer HSG Jörl-Viöl geschlagen geben. Allerdings war der Spielverlauf lange nicht so deutlich, wie man anhand des Endergebnisses glauben könnte. Eine Halbzeit lang spielte das junge VfL-Team auf Augenhöhe mit dem Favoriten, bevor die größere Erfahrung der HSG den Ausschlag ausmachte.

„Wir haben in der ersten Phase sehr diszipliniert und konzentriert agiert“, zeigte sich VfL-Trainerin Silke Prante mehr als zufrieden mit der Präsentation ihres Teams vor der Pause. So erwischten die Gäste auch den besseren Start und gingen früh durch Mannschaftsführerin Kea Drewes sowie Maron Schepers mit 2:0 in Führung. Auch durch den schnellen Ausgleich der Gastgeberinnen ließen sich die Grün-Weißen zunächst nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Erneut Drewes und Toni-Luisa Reinemann brachten den VfL II wieder mit 4:2 in Führung.

Erst Mitte der ersten Halbzeit gelang es dem Spitzenreiter erstmals, in Führung zu gehen und aus einem 7:8-Rückstand ein 10:8 zu machen. Aber die Gäste blieben dran. Erst zum Ende des Abschnitts konnte sich der Favorit mit 17:12 etwas absetzen. Noch hatte sich die VfL-Reserve aber nicht aufgegeben und kämpfte sich wieder heran, sodass es mit einem 15:18-Rückstand in die Kabinen ging.

Nach der Pause starteten die Gastgeberinnen besser in den Durchgang und bauten schnell den Vorsprung wieder auf fünf Tore aus. Mitte der zweiten Hälfte war der beim Stand von 27:19 sogar auf acht Tore angewachsen. Weiter lies die Prante-Truppe, auch dank einer starken Alexandra Meyer im VfL-Tor, die Schleswig-Holsteinerinnen dann aber doch nicht mehr davonziehen und sorgte so für den bisher vom Ergebnis her „knappsten“ Saisonsieg des Vorjahreszweiten.

„Leider haben sich in der zweiten Halbzeit wieder individuelle Fehler eingeschlichen“, bedauerte Oldenburgs Trainerin in ihrem Resümee. Es gab aber auch Lob: „Kea Drewes hat überragend agiert und Alexandra Meyer in der Schlussphase sehr gut gehalten. Uns fehlt leider noch die Erfahrung, taktisch weiter ruhig zu spielen. Da war uns Jörl-Viöl pro Spielerin fünf bis sechs Jahre im Voraus.“ Das Team der VfL-Trainerin tritt in der kommenden Woche beim Tabellenletzten TV Oyten an.

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