Oldenburg Ein fast schon filmreifes Auf und Ab, das den Titel „Blut, Schweiß und Tränen“ tragen könnte, hat Triathlet Jesse Hinrichs bei seinen ersten beiden Auftritten in diesem Jahr bei den Elite-Sportlern erlebt. Das erste Kräftemessen in der 1. Bundesliga im baden-württembergischen Kraichgau wurde für den 21-Jährigen vom 1. TCO „Die Bären“ zur echten Tragödie, an deren Ende ein enttäuschender 64. Rang zu Buche stand. Eine Woche später gab es auch bei der ersten Station der 2. Bundesliga Süd im hessischen Darmstadt eine dramatische Szene mit dem Oldenburger in der Hauptrolle, doch diesmal erlebte Hinrichs ein Happy-End.

„Nach einer guten Vorbereitung bin ich eigentlich sehr zuversichtlich in das Rennen gegangen und wollte meine beste Platzierung in der höchsten deutschen Liga aus dem vergangenen Jahr möglichst verbessern“, sagte Hinrichs mit Blick auf das Saisondebüt im Kraichgau, wo ein Sprint (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) zu meistern war: „Allerdings lief der Wettkampf direkt von Beginn an nicht wie gewollt.“

Der Oldenburger wollte eine gute Einzelleistung zeigen, aber auch wichtige Punkte für das hessische Team vom TuS Griesheim sammeln, für das er seit 2015 auch an den Start geht – aber schon der Start war zum Heulen. Hinrichs wurde eingekeilt, fand sich schnell im hinteren Teil des Gedränges der 80 Athleten wieder und legte eine seiner schlechtesten Schwimmleistungen in der Bundesliga hin.

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Auf dem Rad gab der 21-Jährige alles, doch an der Spitze bildete sich eine große Gruppe, die Sekunde um Sekunde davonzog. 1:30 Minuten fehlten nach vorn, als Hinrichs in die Laufschuhe wechselte und versuchte, mindestens noch eine gute Abschlussdisziplin zu zeigen. „Das gelang zwar einigermaßen, jedoch war mit dem großen Rückstand nichts mehr auszurichten“, sagte der Oldenburger, der die fünf Kilometer in 16:20 Minuten zurücklegte, aber dennoch nur auf Rang 64 landete.

Eine Woche später in Darmstadt, wo ebenfalls die Sprintdistanz zu absolvieren war, wollte Hinrichs zeigen, „dass die Form doch da ist“, und sich zudem für den zweiten Wettkampf der 1. Bundesliga in Düsseldorf qualifizieren.

Diesmal gelang dem TCO-Athleten ein guter Start. „Ich konnte komplett frei schwimmen“, erklärte der 21-Jährige, der als Achter nach den 750 Metern im mitten in Darmstadt gelegenen Naturfreibad „Großer Woog“ das Wasser verließ. Nach einem schnellen Wechsel mischte er auf dem Rad in der Spitzengruppe mit und arbeitete viel, um die Verfolger auf Abstand zu halten.

„Trotz einiger Ausreißversuche blieb die Gruppe bis zum zweiten Wechsel zusammen, und es lief auf eine Laufentscheidung hinaus“, sagte der Oldenburger, der auf Rang drei lag, als er den zweiten Wendepunkt auf der Laufstrecke, die zum größten Teil auf Schotter verlief, mit zu hoher Geschwindigkeit nahm und zu Fall kam. Mit blutigem Knie und nur noch auf Position fünf liegend nahm er die Verfolgung auf, konnte die Lücke aber nicht mehr schließen. „Dennoch gelang trotz Sturz ein guter Lauf, so dass am Ende nach dem enttäuschenden Ergebnis im Kraichgau ein sehr zufriedenstellender fünfter Rang stand“, freute sich Hinrichs.

Mit diesem Ergebnis hat sich der Oldenburger erfolgreich für den Elite-Wettstreit am kommenden Sonntag in Düsseldorf empfohlen. „Nach diesem Rennen und einer weiteren olympischen Distanz im Sauerland geht es für mehrere Wochen in die intensive Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft der Elite in Berlin“, erläutert Hinrichs. Die Triathlon-DM ist Teil der sogenannten „Finals 2019“. Am 3. und 4. August kämpfen rund 3400 Sportlerinnen und Sportler aus zehn Sportarten in der Hauptstadt um insgesamt 194 Titel.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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