Oldenburg Geschafft: Souverän haben die Tischtennis-Spieler von SWO die Relegation zur Oberliga gewonnen und damit nach zuletzt zwei Wiederabstiegen erstmals die Klasse gehalten. „Nach fünf Jahren als Fahrstuhlmannschaft haben wir den Fahrstuhl nun verlassen“, freute sich Kapitän Benjamin Ohlrogge, der mit seinen Kollegen in der heimischen Halle an der Auguststraße gegen den TSV Lunestedt II mit 9:4 und gegen den TTV 2015 Seelze mit 9:3 gewonnen hatte. Dazwischen hatten sich die beiden Gästeteams 8:8 getrennt.

Am Vortag hatte es noch eine ungünstige Entwicklung gegeben: Lunestedts erste Mannschaft hatte den Klassenerhalt in der Regionalliga verpasst, so dass ein Platz weniger in der Oberliga Nord-West frei ist. SWO musste die Relegation gewinnen, um in der nächsten Saison sicher dabei zu sein. Inwieweit Lunestedts Reserve nun tatsächlich ernsthaft an einem Aufstieg interessiert wäre, schien fraglich. Auf jeden Fall fehlte beim TSV II in Dennis Pump und Ex-SWOer Johannes Schnabel das obere Paarkreuz.

Anfangs war die Partie trotzdem relativ umkämpft. Nach einer 2:1-Führung in den Doppeln gewannen Nico Schulz und Andre Stang gegen Hüseyin Özer und Björn Oldenstädt nur jeweils knapp 3:2, ehe Ohlrogge gegen den unorthodox agierenden Noppenspieler Uwe Runge das 4:2 zuließ.

Danach zog Schwarz-Weiß aber souverän davon, lediglich im oberen Paarkreuz verkürzte Lunestedt noch einmal auf 4:7. Mit dem 9:4 und dem folgenden Unentschieden zwischen Lunestedt II und Seelze reichte den Oldenburgern im letzten Spiel ein 8:8. „In der Aufstellung hatte ich uns gegen Lunestedt schon als Favorit gesehen, gegen Seelze hatte ich die Chancen ausgeglichen erwartet“, erklärte Ohlrogge und ergänzte: „Aber da hat uns anscheinend auch unsere Erfahrung aus der Oberliga geholfen.“

Die Partie verlief noch deutlicher als die Auftaktbegegnung. Nach sieben Spielen hatten die Oldenburger lediglich ein Doppel verloren und alle anderen Spiele sicher gewonnen.

Unten allerdings vergab Daniel Bock im Linkshänder-Duell mit Nils Lohmann einige Chancen. Bei einer 2:0-Satzführung brachte er im dritten Durchgang ein 8:3 nicht nach Hause und vergab im vierten Abschnitt bei 11:10 einen Matchball und verlor am Ende mit 2:3. Und der junge Seelzer Janis Hansen spielte gegen Felix Barrenschees Abwehr erstaunlich abgeklärt und ließ dem Oldenburger in drei Sätzen keine Chance.

Schulz machte dann aber kurzen Prozess mit Seelzes Nummer eins, Jan Wassermann. Stang nutzte gegen Alexander Vogel nach Abwehr eines Matchballes seinen dritten eigenen und sorgte mit dem erlösenden achten Zähler für Jubel unter Zuschauern und Spielern. Ohlrogges Punkt zum 9:3 beendete die Relegation.

„Das waren schon auch einfachere Aufgaben als vor zwei Jahren“, meinte Ohlrogge, als er auf die Relegationsduelle von 2017 angesprochen wurde. Damals war das SWO-Team auf deutlich stärkere Gegner mit lautstarken Fanlagern getroffen und hatte den Klassenerhalt in den Spielen gegen Lutten und Algesdorf verpasst.

Durch den Aufstieg des OTB aus der Verbandsliga gibt es damit in der Oberliga 2019/2020 erstmals echte Oldenburger Stadtduelle. Die beiden Sporthallen der Rivalen an der Auguststraße und am Haarenesch liegen nur rund 600 Meter Luftlinie voneinander entfernt.

In der Relegation punkteten für die SWO-Mannschaft Schulz/Stang, Ohlrogge/Barrenschee, Z’dun/Bock (2), Schulz (3), Stang (3), Ohlrogge (3), Z’dun (3), Barrenschee und Bock.

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