Oldenburg Für Aufregung hat die Entscheidung des Deutschen Tischtennis-Bundes und seiner Landesverbände am 1. April gesorgt, die Saison abzubrechen und die Tabelle zum Zeitpunkt der Spielbetriebs-Unterbrechung zur Endtabelle zu erklären. Das Problem: Im Tischtennis gibt es keine standardisierten Spielpläne, was dazu führt, dass die Teams oft unterschiedlich viele Spiele bestritten haben. Da die Tabelle aber nach der Anzahl der Pluspunkte sortiert wird, kommt es zu einigen Härtefällen.

In Oldenburg ist der SV Ofenerdiek davon betroffen, der in der 1. Bezirksklasse (23:5 Punkte) Dritter hinter dem Hundsmühler TV (24:6) wurde und den Aufstieg um einen Platz verpasst hat. „Diese Entscheidung fanden wir extrem unglücklich und waren sehr davon enttäuscht“, sagt SVO-Kapitän Tino Beilken.

In der 2. Bezirksklasse gibt es einen ähnlichen Fall, hier ist es die dritte Mannschaft von Blau-Weiß Bümmerstede, die mit 20:8 Zählern hinter SW Oldenburg V (22:10) steht. Für solche Fälle, in denen es um Auf- oder Abstieg geht, hat der Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) nun aber eine Sonderregelung getroffen.

Bis zum 30. April können betroffene Vereine einen Härtefall-Antrag stellen. Dann wird eine modifizierte Tabelle erstellt, in der die Pluspunkte durch die absolvierten Spiele geteilt wird, und Teams, die in dieser Tabelle nun doch auf Aufstiegs- oder Nichtabstiegsplatz stehen, bekommen ein Startrecht für die höhere beziehungsweise bisherige Liga zugesprochen.

Das hieße, dass Ofenerdiek mit einem Quotienten von 1,64 Punkten pro Spiel vor dem HTV (1,6) läge, und BWB III (1,43) vor SWO V (1,38). Damit würden Ofenerdiek und BWB III zusätzlich zum SWO und HTV das Aufstiegsrecht erwerben. „Wir werden den Antrag auf jeden Fall stellen und wollen dann unbedingt auch in die Bezirksliga hoch“, kündigt Beilken an.

Auch BWB wird für das dritte Team einen Aufstiegsplatz beantragen. „Eventuell haben wir ein paar Ausfälle, darum ist noch nicht hundertprozentig klar, ob wir wirklich hochgehen. Die Option wollen wir uns aber auf jeden Fall offen halten“, erklärt Abteilungsleiter Dennis Röseler: „Der TTVN hat ja auch ganz klar gesagt, dass man den Aufstieg dann nicht zwingend wahrnehmen müsste.“ Auch für die vierte Mannschaft, die in der Kreisliga auf Rang neun liegt, möchte er einen Antrag auf den Klassenerhalt stellen. Hier greift zwar die neue Regelung nicht, da BWB IV nach dem Punkt-Quotienten Neunter bleibt. „Aber wir hätten unter anderem noch gegen den Siebten und Achten gespielt“, begründet Röseler seine Hoffnung auf eine Ausnahme.

Auf Kreisebene gibt es aber auch zwei Teams, die unter die neue Härtfall-Regelung fallen. Der TuS Eversten IV als Dritter der 1. Kreisklasse und der TuS Bloherfelde II als Dritter der 3. Kreisklasse A könnten eine Liga aufrücken.

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