Oldenburg Während die kleine Zitterpartie der Tischtennis-Spieler vom OTB um den Aufstieg in die Regionalliga beendet ist, haben sich die Hoffnungen von Stadt- und Oberliga-Rivale SWO auf den Klassenerhalt am grünen Tisch nicht erfüllt. Nachdem rund drei Wochen lang nach der Aussetzung des Spielbetriebs aufgrund der Coronavirus-Krise über mögliche Folgen spekuliert und diskutiert worden war, hat der Deutsche Tischtennis Bund (DTTB) in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden nun eine Entscheidung getroffen. Die Saison wird für alle Klassen von der Bundesliga bis zur untersten Kreisklasse beendet und mit dem Tabellenstand zum Zeitpunkt des Aussetzens gewertet.

Das wäre bitter gewesen

„Ich war da ganz geduldig, hatte aus unserer Sicht aber natürlich gehofft, dass es solch eine Entscheidung gibt“, sagt Michael Köhler als Abteilungsleiter des OTB, dessen erste Mannschaft nun das erhoffte Ticket in die Regionalliga in der Tasche hat. Nach 13 Siegen aus 13 Spielen hatte zur Meisterschaft nur noch ein Punktgewinn in den offenen fünf Spielen gefehlt, als die Saison gestoppt wurde, so dass eine Annullierung für den Turnerbund besonders bitter gewesen wäre.

„Das wäre für uns natürlich unglücklich gewesen“, meint Köhler. Er fände es nun vor allem gut, dass der Tischtennis-Sport einen klaren Schnitt gemacht habe. „Den würde man sich im Profisport in anderen Sportarten vielleicht auch wünschen, auch wenn da natürlich noch ganz andere Interessen daran hängen“, sagt er.

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„Diskussionswürdig“

Gelassen sieht die Entscheidung SWO-Abteilungsleiter Benjamin Ohlrogge, obwohl er als Teil der ersten Mannschaft mit seinen Kollegen nun als Tabellenneunter definitiv in die Verbandsliga runtermuss: „Dass wir absteigen, ist in Ordnung, alles andere wäre ja sportlich auch nicht verdient gewesen.“

Ohlrogge findet es aber „diskussionswürdig“, dass die Stände nun zu einem Zeitpunkt gewertet werden, „an dem oft die Mannschaften unterschiedlich viele Spiele bestritten haben – das könnte in manchen Klassen Verzerrungen geben“, sagt er: „Allerdings war klar, dass man es bei jeder Entscheidung nie allen recht machen kann.“

Wie mit Teams auf den Relegationsrängen zu verfahren sei, hat der DTTB den Landesverbänden überlassen. „Da es keine Relegationen geben kann, werden alle potenziellen Relegationsteilnehmer zu Siegern der Relegation erklärt. Das bedeutet, dass alle Tabellenzweiten die höhere Spielklasse angeboten bekommen und alle Tabellenachten in ihrer bisherigen Gruppe bleiben können“, gab der Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) daraufhin bekannt.

SVO darf nicht hoch

Das hat vor allem in der Landesliga auch Auswirkungen auf Oldenburger Teams. Die OTB-Reserve kann somit als Zweiter in die Verbandsliga aufsteigen. Und der sich abzeichnende Dreikampf um den Klassenerhalt über die Relegation zwischen SWO II (11:17 Punkte, 6. Platz), TuS Sande (10:20, 7.) und BW Bümmerstede (10:20, 8.) bleibt aus. Auch BWB darf als aktueller Achter in der Landesliga bleiben.

Insgesamt ist SWO von der Regelung stark betroffen: Die dritte (Bezirksoberliga), vierte (Bezirksliga) und fünfte Mannschaft (2. Bezirksklasse) sind jeweils Zweiter und dürfen aufsteigen. Einen echten Härtefall gibt’s in der 1. Bezirksklasse Wesermarsch/Oldenburg-Stadt. Hier ist der Hundsmühler TV V mit 24:6 Punkten Zweiter vor dem SV Ofenerdiek, der bei einem Spiel weniger auf 23:5 Zähler kommt und somit nicht hoch darf.

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