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Blaulicht-Ticker für den Nordwesten
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Oldenburg Ein wenig frische Luft, etwas mehr Hallen-Duft und eine große Prise Erfolgsbrise haben die Tennis-Männer des OTeV am Sonntag geschnuppert. Im ersten von nur vier Spielen in dieser nicht ganz gewöhnlichen Sommer-Saison setzten sich die Oldenburger zu Hause souverän gegen Regionalliga-Aufsteiger Klipper THC durch. Beim 9:0-Sieg, bei dem witterungsbedingt nur die erste Einzelrunde unter freiem Himmel stattfand, waren die Gäste aus Hamburg chancenlos.

So läuft die Saison

Die Sommer-Saison 2020 findet aufgrund der Corona-Pandemie unter etwas anderen Rahmenbedingungen statt. In den Ligen des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen (TNB) gibt’s keinen Auf- und Abstieg. Dagegen soll es in der Regionalliga einen Aufsteiger in die 2. Bundesliga geben.

Alle Teams hatten vorab die Chance, sich aus dem aktuellen Betrieb zurückzuziehen. Die Mannschaften, die von dieser Möglichkeit frühzeitig Gebrauch gemacht haben, dürfen 2021 in der gleichen Spielklasse antreten.

Die Partien sollen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln mit Einzeln und Doppeln stattfinden. Im Doppel sollte – soweit möglich – ein Zwei-Meter-Abstand eingehalten werden. Zuschauer sind nicht zugelassen.

„Natürlich haben wir uns ein paar Gedanken ums Wetter gemacht, aber so schlimm wie angekündigt war’s nicht“, sagte OTeV-Coach Daniel Greulich: „Den Wetter-Apps kann man aber sowieso nicht trauen.“ Ganz im Gegensatz zu seinen Schützlingen: Florian Barth, Michel Dornbusch und Alexander Meyer gaben sich in der ersten Einzelrunde auf den Außenplätzen 2, 3 und 4 der Anlage am Johann-Justus-Weg gar keine Blöße.

Kein Auswärtseffekt

Obwohl die aufputschende Wirkung eines Publikums aufgrund der Rahmenbedingungen in der Corona-Pandemie fehlte, war von einem Auswärtseffekt, wie er zum Beispiel verstärkt in der Fußball-Bundesliga zu beobachten ist, nichts zu spüren. „Die Situation haben die Jungs gut gemeistert“, sagte Greulich, der als einer der wenigen Beobachter mit dabei sein durfte.

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Der Trainer durfte zusehen, wie Barth (31) an Position zwei den weiter flotten Deutsch-Chilenen Felipe Parada (39) 6:3, 6:4 abkochte: „Flori war eigentlich Favorit, aber es ist ein großes Stück Arbeit gegen den immer noch sehr professionellen, sehr fitten Parada.“

Dornbuschs Experimente

Parallel mühte sich Kapitän Dornbusch (29) ein wenig gegen Bennet Stephan (23) zu einem 6:4, 6:3. „Michel musste bei den Witterungsbedingungen viel experimentieren, um die richtige Spielweise zu finden, aber letztlich hatte er einfach die bessere Qualität“, meinte Greulich. „Alex war in allen Belangen überlegen“, ergänzte der Trainer mit Blick darauf, dass Jerome Cron (25) gegen die 24-jährige Nummer sechs im OTeV-Team, Alexander Meyer, keine Sonne sah (2:6, 1:6).

Weil weitere Schauer drohten, ging es anschließend mit der zweiten Einzelrunde unter dem schützenden Hallendach weiter, aber die Hamburger waren den OTeV-Assen sportlich weiterhin mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert. Auf Feld D demontierte Lasse Muscheites (24) an Position drei Lars Nowak (25) 6:2, 6:0. „Eines der besten Matches, das ich von ihm gesehen habe – qualitativ sehr gut vom fleißigen Lasse“, lobte Greulich.

Ticket in 2. Bundesliga

Richtige Probleme hatte nur Stefan Seifert beim 2:6, 6:3, 10:8 im Spitzenduell mit Leo Schörner (26). „Im ersten Satz hat er sehr viele Fehler gemacht und überhaupt keinen Rhythmus gefunden“, sagte Greulich. Der 35-jährige Routinier kämpfte sich auf Platz B aber in die Begegnung und rang mit immer soliderem Tennis den defensivstarken THC-Akteur nieder.

Eine starke Leistung zeigte Mattis Wetzel als Nummer fünf auf Feld A beim 6:4, 7:6 gegen Linkshänder Daniel Leßke (38). „Er ist schön ruhig geblieben und hat seine Aufschlagstärke souverän durchgebracht“, meinte Greulich.

Nach der 6:0-Führung fehlte ein bisschen Spannung, aber auch im Doppel wehte die Erfolgsbrise, die die Oldenburger in dieser Saison möglichst zum Aufstieg tragen soll. Siege von Wetzel/Barth (7:5, 6:4 gegen Stephan/Cron), Dornbusch/Meyer (6:3, 6:1 gegen Nowak/Leon Hein) und Seifert/Muscheites (7:6, 6:1) untermauerten die Ambitionen des OTeV-Teams auf das Ticket in die 2. Bundesliga.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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