Oldenburg Der Spannung in der Tennis-Regionalliga wäre eine Niederlage des Oldenburger TeV an diesem Wochenende zuträglich. Verliert der Spitzenreiter am Samstagnachmittag (13 Uhr, Johann-Justus-Weg) gegen den Hamburger Polo Club, könnten am letzten Spieltag in einer Woche noch mindestens drei Teams Meister werden. Und der Polo Club könnte weiter versuchen, die im Winter höchste deutsche Spielklasse zu halten.

Knapper Sieg reicht

Nichts deutet aber darauf hin. 6:0, 5:1, 5:1, 6:0 – so lauteten die bisherigen Ergebnisse aus Sicht der Oldenburger. Der Primus (8:0 Punkte) ist dem zweitplatzierten Suchsdorfer SV (6:2) und dem auf Position drei liegenden Club an der Alster (6:4) voraus. Letzterer empfängt den OTeV zum finalen Duell in einer Woche.

Eine Niederlage könnte sich das Team von Trainer Daniel Greulich nun ohne Auswirkungen auf den Tabellenplatz erlauben. Das Ziel ist aber natürlich ein anderes. Die Oldenburger favorisieren natürlich die Langeweile. „Wir wollen versuchen, den Titel vor eigenem Publikum klarzumachen“, sagt Greulich. Dafür genügt schon ein knapper Heimsieg gegen den Polo Club.

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„Schwer zu schlagen“

Unschlagbar fühle das Team sich nicht, sagt Greulich, aber „so, dass wir extrem schwer zu schlagen sind, weil wir oft schwer auszurechnen sind“. Der Coach hat für die vier Plätze sechs Spieler zur Verfügung, die bis auf Lasse Muscheites in dieser Saison noch ungeschlagen sind – in Einzel und Doppel.

Mattis Wetzel, der wie gewohnt aus London zu den Punktspielen anreist, überraschen die deutlichen Ergebnisse kaum. „Wir sind einfach alle in guter Form – und Michel in Topform“, sagt der 30-Jährige über den ein Jahr jüngeren OTeV-Mannschaftsführer Michel Dornbusch. Dieser stand dreimal an Position eins auf dem Feld und gewann alle drei Spitzenduelle.

Beim 6:0 gegen das damit als Absteiger feststehende Schlusslicht TC an der Schirnau (1:9 Punkte) hatte auch der Türke Altug Celikbilek, immerhin die Nummer 322 der Welt, keine Chance und gewann nur vier Spiele gegen den 29-Jährigen.

Oldenburgs eigentliche Spitzenkraft Stefan Seifert fehlt wohl auch gegen den akut abstiegsgefährdeten Polo Club (1:7). Mit Muscheites bestreitet er an diesem Samstag das Doppel-Finale bei einem ITF-Turnier in Bayern. Hinter Dornbusch schlagen daher Florian Barth, Wetzel und Alexander Meyer auf.

Letzterer sorgt an Position vier gegen häufig leichte Gegner für planbare Punkte. „Alex macht das ganz ruhig und souverän“, meint Greulich: „Er zieht sein Ding durch und sorgt dafür, dass die anderen beruhigter sind.

Gästepersonal fraglich

Gegen den Polo Club bekommt Meyer es wahrscheinlich mit Christian Matic zu tun. Wie genau die Aufstellung der Gäste ansonsten aussieht, ist unklar. Die Hamburger könnten zur Verstärkung den Italiener Luca Giacomini oder den Österreicher Michael Linzer einsetzen. Nico Matic und Wolfgang Schranz (Österreich) seien zudem schwierige Gegner, „die jede Saison Topleute schlagen“, warnt Wetzel. Wenn der OTeV aber so auftritt wie in den vergangenen Monaten, ist er vorzeitig Meister – und die Spannung am letzten Spieltag komplett raus.

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