Oldenburg Es ist schon ein wenig paradox: Der TC an der Schirnau kommt an diesem Samstag (13 Uhr, Johann-Justus-Weg) als siegloses Schlusslicht der Tennis-Regionalliga zum mit makelloser Bilanz auf Rang eins stehenden Oldenburger TeV, obwohl das Team vom gleichnamigen Wasserlauf aus dem südlichen Schleswig-Holstein nominell zwei der besten Spieler der Liga in seinen Reihen hat.

Schwache Verstärkungen

Der Türke Altug Celikbilek, die Nummer eins des TC, steht auf Rang 322 der ATP-Weltrangliste. An Position zwei des Aufsteigers aus Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) ist David Poljak geführt, der Pole ist 476. in der Welt. Auch ein Italiener und ein Niederländer schlugen schon für die Mannschaft auf. Doch eine positive Bilanz kann keiner der eingesetzten Ausländer vorweisen.

Woran das liegt, sei schwierig auszumachen, meint Michel Dornbusch. „Vielleicht fehlt denen einfach die letzte Identifikation und Spannung“, mutmaßt der Mannschaftsführer der Oldenburger, die ihre Erfolge ganz ohne ausländische Unterstützung holen.

Während der Rivale von der Schirnau mit 1:7 Punkte auf Abstiegskurs schippert, fährt der OTeV (6:0) mit voller Kraft voraus auf einen „Start-Ziel-Sieg“ in der Nordost-Staffel der höchsten deutschen Winter-Spielklasse zu. Seit Saisonbeginn führen Dornbusch & Co. die Tabelle an. Gewinnen sie auch an diesem Wochenende, wäre das „ein riesiger Schritt Richtung Meisterschaft“, meint der Kapitän.

Die Frage, wer in den vier Einzeln und zwei Doppeln für den Heimsieg sorgen soll und wer aus der sechsköpfigen Mannschaft aussetzt, ist erstmals in dieser Hallenrunde etwas leichter zu beantworten.

Lasse Muscheites (1177. der Weltrangliste), schied wie Spitzenspieler Stefan Seifert (697.) zwar am Donnerstag bei einem ITF-Turnier in Griechenland aus, bestreitet aber schon ab Sonntag die Qualifikation für einen weiteren ITF-Wettbewerb in Oberhaching.

Seifert, der in Bayern einen Platz im Hauptfeld sicher hat, wollte spontan entscheiden, ob er zum OTeV-Spiel anreist. Die weiteren Alternativen neben Dornbusch sind Florian Barth, Mattis Wetzel und Alexander Meyer.

Wiederabstieg droht

Für die Schleswig-Holsteiner bedeutet eine weitere Niederlage höchstwahrscheinlich den Wiederabstieg. Vor diesem Hintergrund sei er gespannt, „ob sie mit bester Mannschaft und motiviert auflaufen“, meint Dornbusch. Dann werde es „nicht einfach“.

Doch auf einen muss der TC an der Schirnau definitiv verzichten: Poljak bestreitet am Samstag ein ITF-Doppelfinale in Ägypten – aber bislang hat der Pole dem Team ja ohnehin nicht viel geholfen.

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