Oldenburg /Tel Aviv Endlich mittendrin statt nur dabei waren die Sportakrobatinnen Laura Karczmarzyk und Pia Buttes bei den Europameisterschaften in Israel. Nachdem sie die Auftritte von Johanna ter Haseborg und Mia Ohlsen in der ersten Woche per Livestream verfolgt hatten, gaben nun auch sie alles auf der EM-Bühne. Am Ende wurde die zweite Nationalkader-Formation aus Oldenburg in Holon südlich von Tel Aviv mit Platz neun in der Kategorie 13 bis 19 Jahre belohnt.

„Die harten Trainingseinheiten und Wettkämpfe der vergangenen Monate haben sich ausgezahlt“, meint Christiane Karczmarzyk. Mann und Trainerkollege Manuel ergänzt: „Wir sind enorm stolz auf diese sensationellen Leistungen.“

Ohlsen und ter Haseborg hatten bei ihrem Debüt auf internationaler Ebene in der ersten EM-Woche Rang acht in der Klasse 11 bis 16 Jahre belegt. Nun wurden die schon erfahreneren Kolleginnen für ihre Auftritte ebenfalls mit dem Sprung ins Finale belohnt. Zwischen den Trainingspartnerinnen hatte es nur ein kurzes Wiedersehen im Hotel in Tel Aviv gegeben. Einen Tag nach der Anreise des zweiten Duos ging es für das erste schon wieder über Berlin zurück in die Heimat.

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Erster Auftritt für die 14-jährige Buttjes und ihre gut drei Jahre ältere Partnerin war die Dynamic-Übung. Das Duo eröffnete den Wettkampf und verdiente sich „mit hochklassigen Flugelementen und einer epischen Choreografie“, wie Mama und Trainerin Christiane es nannte, eine Wertung von 25,34 Punkten.

Tags darauf genossen die Oldenburgerinnen die Atmosphäre bei den Senioren und feuerten die Kollegen mit den insgesamt 50 mitgereisten deutschen Fans an. 24 Stunden später wurde es aber wieder ernst. Nachdem beim Einturnen alle Elemente der Balance-Übung sicher geklappt hatten, lief im Wettkampf nicht alles nach Plan. „Das erste Element, der einarmige Handstand, war ein wenig wackelig und wurde mit einem Zeitfehler bestraft“, erklärt Manuel Karczmarzyk, dessen Tochter und Buttjes mit einem Abzug von 0,6 Punkten auf 25,23 Zähler kamen.

Am Tag nach dem kleinen Nervenflattern agierten die Mädchen im Mehrkampffinale auffallend cool. „Für ihre bombensichere kombinierte Übung ernteten sie enormen Beifall, nicht nur vom starken Fanblock aus Deutschland“, betont Christiane Karczmarzyk.

„Am Anfang der Übung haben wir rechts und links ins Publikum geschaut und gesehen, wie viele Zuschauer in der Halle waren“, beschreibt Pia „diesen einmaligen Moment“, wie Laura es nannte. Die siebtbeste Kombipunktzahl (26,45) brachte ihnen letztlich Gesamtrang neun.

„Herzlichen Dank an alle Eltern, Sponsoren und Förderer, die uns auf diesem Weg begleitet und an die Mädchen geglaubt haben“, erklärt das Trainer-Ehepaar, dessen Tochter sich übrigens selbst ein vorzeitiges Geschenk für ihren 18. Geburtstag an diesem Mittwoch gemacht hat.


Videos von den Finalübungen gibt’s auf   www.facebook.com/newpowergeneration.sportakrobatik 
Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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